
Im landschaftlich reizvoll gelegenen Gronachtal ist die Hammerschmiede Beispiel des Übergangs der handwerklichen zur industriellen Fertigung von Schmiedeprodukten. Die Hammerschmiede wurde im Jahr 1804 erbaut und dann verschiedentlich erweitert. Nach gründlicher Restaurierung konnte die Hammerschmiede im Jahr 1982 der Öffentlichkeit als technisches Kulturdenkmal zugänglich gemacht werden, zwischenzeitlich wurde zusätzlich eine Ölmühle mit Dampfmaschinenbetrieb errichtet.
Die Hammerschmiede ist ab 1. April täglich - außer montags - von 10.00 - 18.00 Uhr geöffnet.
Die Gaststätte "Einkehr zur Hammerschmiede" läd zum verweilen ein.
Weitere Informationen: 07955/3303
Ein Höhepunkt ist das Hammerschmiedefest am letzten Sonntag im August.
Termine:
Sonntag, 03.04.2011 - Sainsoneröffnung mit Aktionstag
Sonntag, 01.05.2011 - Aktionstag
Sonntag, 05.06.2011 - Aktionstag
Sonntag, 19.06.2011 - Kindermuseumstag
Sonntag, 03.07.2011 - Aktionstag
Sonntag, 07.08.2011 - Aktionstag
Sonntag, 28.08.2011 - Hammerschmiedefest
Sonntag, 04.09.2011 - Aktionstag
Sonntag, 02.10.2011 - Aktionstag
Samstag, 29.10.2011 - Saisonabschluss mit Nachtschmieden
Weitere Einzelheiten finden Sie unter
Infoprospekt Hammerschmiede
Infos zum Förderverein Hammerschmiede

Als Krönung der Herrschaftsrechte in Gröningen erbauen 1611-26 der geheime Rat und Hauptmann Hans Philipp v. Crailsheim und seine Frau Margarethe von Berlichingen das Gröninger Schloss. Dazu gehört eine Maierei mit 58 Morgen (Landwirtschaft) und das Pfarrgütlein. Das Schloss ist aber wohl meist unbewohnt. Erst unter den Erben, den Herren v. Seckendorff, ist am Ausgang des 18. Jahrhunderts eine Hofhaltung mit Kutscher, Kammerdiener, Kammerjungfer sowie mit Gärtner und Jäger festzustellen.
1865 endet diese herrschaftliche Zeit des „adeligen Hauses ohne Burgrecht“ durch Verkauf an den Wirt und Kaufmann Leonhard Keller aus Engelhardshausen. Erwerber Keller richtet 1866 im Schloss einen Krämerladen mit Gastwirtschaft ein. 13 Jahre nach Eröffnung seines Geschäfts gerät er 1879 in Konkurs. Das Schloss wird in öffentlichem Aufstreich durch den Meistbietenden Georg Kraft, Bauer aus Heuchlingen, ersteigert. 2 ½ Jahre später wird das Anwesen auf Krafts Schwiegersohn und Tochter überschrieben. Georg und Katharina Frank führen fortan die bestehende Gastwirtschaft sowie der Kaufladen weiter.
Nach dem frühen Tod von Georg Kraft, darf seine Ehefrau Katharina zu dieser Zeit als allein stehende Frau keine Wirtschaft führen. Somit wird das Lokal zeitweilig verpachtet und 1903 an Wilhelm Wacker und dessen Ehefrau verkauft.
Wie seine Vorbesitzer Keller und Frank betreibt Wilhelm Wacker zusammen mit seiner Frau ab 1904 im Schloss eine Gastwirtschaft mit Kaufladen.
Das Schloss kann nicht besichtigt werden da es teilweise bewohnt ist. Es verfügt wieder über eine Gaststätte.
Das „Schlosskneiple“ mit Biergarten lädt zum Rasten ein.

Auf freiem Feld zwischen der Kreisstraße von Bölgental nach Wallhausen liegt der letzte Rest des Klosters Anhausen. Einsam erhebt sich auf freiem Feld eine ungefähr 20 m hohe und 10 m lange Mauer. Es ist die nördliche Seitenwand des hochgotischen Chores des Klosters. An der Innenseite dieser Chorwand sind noch vier aneinandergereihte Grabdenkmäler der Herren von Bebenburg ziemlich gut erhalten. Das Kloster Anhausen wurde im Jahr 1403 im Bereich einer schon damals vorhandenen Kapelle gegründet. Im Jahr 1557 verließ der letzte Mönch das Kloster, in den folgenden 150 Jahren wurde Anhausen als Bauernhof genutzt. Im Jahr 1700 wurden die Klostergüter verkauft und das Klostergebäude abgebrochen. Noch zu Anfang des 1900 Jahrhunderts stand ein großer Teil der schönen Kirche. Doch niemand schützte die altehrwürdige Ruine. Aus der ganzen Umgebung wurde die Anhäuser Mauer als "Steinbruch" genutzt.
Erst im Jahr 1925 wurde der Rest der Anhäuser Mauer unter Denkmalschutz gestellt und ausgebessert. In den Jahren 1996 und 1997 wurde von der Gemeinde Satteldorf in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg eine grundlegende Sicherung und Sanierung der Mauer und der Standbilder ausgeführt.

Burleswagen wird im Jahr 1085 erstmals als Sitz eines Geschlechtes von Edelfreien urkundlich erwähnt. Burleswagen liegt 1,6 km westlich von Satteldorf hart an der tief eingeschnittenen Klinge des Suntbach, in der sich ein Teil von Neidenfels angesiedelt hat, während der andere Teil des Ortes die Burleswagen gegenüber liegende Bergwand einnimmt. Das Schloß Burleswagen steht kühn auf der äußersten Ecke der ins Jagsttal und in die Neidenfelser Klinge steilabfallenden, mit jungen Fichten bewachsenen, Kalkfelswänden als wolle es aller Welt trotzen. Mitten im jetzigen Schloßhof steht noch der Rumpf eines alten Bergfrieds, Römerturm genannt, wahrscheinlich der Hohenstaufenzeit entstammend. Das eigentlich aus zwei Burgen bestehende Schloß Burleswagen wurde im 30 jährigen Krieg größtenteils zerstört. Die ganze Anlage mit ihren stattlichen Wohnräumen, dem schönen Saal, der herrlichen Aussicht auf das kühn gewundene Jagsttal und auf Neidenfels im Tal ist ein überaus freundlicher Edelsitz. Das im Mittelalter wieder aufgebaute Schloß ist heute in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Einen besonderen Leckerbissen für Liebhaber von Autos aus den 50-er Jahren stellt das von Herrn Rudolf Wagner ins Leben gerufenen Oldtimermuseum in Ellrichshausen dar. Die Besichtigung der dort ausgestellten Roller, Motorräder und Autos ist nach vorheriger Terminabsprache mit Herrn Wagner unter der Rufnummer 07950/324 möglich.

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Satteldorf ist der Fußgängersteg über die Jagst bei der ehemaligen Heinzenmühle im Verlauf des Hauptwanderweges HW4 und des Jakobusweges von Rothenburg ob der Tauber über Hohenberg nach Ulm. Die Erneuerung des Heinzenmühlenstegs in Holzbauweise wurde von Förster Kolb initiiert, von Dipl. Ing. Ernst Waldmann geplant und 1998 in einer Gemeinschaftsaktion der Gewerblichen Schulen Crailsheim mit der Bürgerschaft, insbesondere der Bewohner von Bölgental, erstellt.
Mit dem Bau des 34 m langen Steges wurde im Dezember 1997 begonnen, abgeschlossen wurde die Maßnahme mit der Einweihung am 02.08.1998.