Die Anforderungen an die Feuerwehren ändern sich stetig, insbesondere im Bereich der technischen Hilfeleistung. Bei der Beschaffung des Löschgruppenfahrzeugs LF10/6 im Jahr 2004 wurde in Abstimmung mit dem Feuerwehrauschuss, dem Kreisbrandmeister und dem Gemeinderat ein kombinierter Rettungssatz mit Schere und Spreizer beschafft. Damals wurde der Fahrzeugaufbau für die Geräte so vorgenommen, dass eine spätere Erweiterung auf einen „großen“ Rettungssatz (getrenntes Gerät Schere und Spreizer) möglich ist.
Aufgrund der technischen Entwicklung werden beim Fahrzeugbau verstärkt wesentlich stabilere Stahle und Bleche verwendet, daher ist die relativ geringe Schneid- bzw. Spreizkraft des vorhandenen Kombigerätes nachteilig. Darüber hinaus sind beim Kombigerät beim Einsatz gewisse Umbauarbeiten erforderlich, die entsprechend Zeit kosten. Vorteilhaft wäre darüber hinaus, wenn das Satteldorfer Gerät mit den Gerätschaften der Crailsheimer Feuerwehr kompatibel wäre, was bisher nicht der Fall ist.
Der Gemeinderat folgte der Empfehlung von Feuerwehr und Verwaltung und bestätigte die Notwendigkeit der Beschaffung eines „großen“ Rettungssatzes. Es soll ein neues Gerät beschafft werden, das Angebot der Feuerwehr Crailsheim zur Überlassung eines gebrauchten Gerätes wurde nicht angenommen. Die Verwaltung wurde beauftragt, eventuelle Zuschussmöglichkeiten zu prüfen.
Neubau Feuerwehrmagazin
In der vergangenen Gemeinderatssitzung war die Einfriedung und die Errichtung einer Toranlage im Zuge des Neubaus des zentralen Feuerwehrmagazins zwischen Satteldorf und Gröningen beschlossen worden. Die durch diese Maßnahmen bedingten Mehrkosten liegen bei 40.000 €. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben, die Submission steht an. Um aufgrund der Dringlichkeit der Maßnahme keine Zeit bis zur nächsten Sitzung im Januar zu verlieren, ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung zur Vergabe nach Prüfung des Submissionsergebnisses.
Landwirtschaftliches Wegenetz
Das landwirtschaftliche Wegenetz in der Gemeinde Satteldorf umfasst ca. 170 bis 180 km an asphaltierten Strecken, geschotterten Abschnitten und Erdwegen. Die Notwendigkeit von Unterhaltungsmaßnahmen ist immer wieder gegeben, ob in Eigenregie, über Sonderförderprogramme des Landes oder Flurneuordnungsverfahren. Die Verwaltung regte an, gemeinsam mit den Ortsvorstehern eine umfassende Bestandsaufnahme vorzunehmen, um den mittel- und längerfristigen Erneuerungs- bzw. Ausbaubedarf festzustellen. Dabei sind die landwirtschaftlichen Belange, insbesondere die Ausbaubreite mit Blick auf die immer größeren landwirtschaftlichen Fahrzeuge, zu beachten. Die Überlegung wurde seitens des Gemeinderats gut geheißen. Nach einer Beteiligung der Ortschaftsräte wird das Ergebnis zu gegebener Zeit im Gemeinderat festgestellt werden.
Bürgerversammlungen
Auf die Information der Bürger und der Öffentlichkeit wird in der Gemeinde Satteldorf großen Wert gelegt. Neben der ausführlichen Berichterstattung im Mitteilungsblatt werden bei speziellen Themen Bürgerversammlungen bzw. Informationsveranstaltungen durchgeführt. Darüber hinaus informiert die Verwaltung immer wieder in allgemeinen Bürgerversammlungen in allen drei Ortschaften. Der Gemeinderat legte auf Vorschlag der Verwaltung fest, dass in den kommenden Jahren jährlich jeweils eine allgemeine Bürgerversammlung stattfindet. Die Veranstaltungen werden der Reihe nach in den einzelnen Ortschaften durchgeführt.
Zustimmung zur annahme von Spenden
Die Verwaltung informierte den Gemeinderat über die eingegangenen Spenden, Schenkungen und ähnliche Zuwendungen im zweiten Halbjahr 2009. Der Gemeinderat stimmte der Annahme der Spenden entsprechend den Vorschriften des kommunalen Haushaltswirtschaftsrechtes zu.
Baugesuche und Bauvoranfragen
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zur Errichtung einer Werbeanlage auf Flurstück 2654/15, Industriestraße 13, Satteldorf.
Ebenso wurde dem Neubau eines Wohnhauses mit Garage auf Flurstück 1397 in Simonsberg zugestimmt.
Positiv gesehen wurde der Neubau einer Bankfiliale auf Flurstück 550/7, Hardtstraße 19, Satteldorf.
Forsteinrichtungswerk 2009-2018
Mit dem Forsteinrichtungswerk 2009-2018 wird die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes für die nächsten 10 Jahre geregelt. Erster Schritt ist die Inventur und somit die Bestandsaufnahme, wie Förster Karl Kolb den Gemeinderat erläuterte. Im Eigentum der Gemeinde befinden sich Waldflächen mit einer Holzbodenfläche von insgesamt 43,4 ha. Rückblickend berichtet er von einer drastischen Verschiebung bei den Holzarten, der Anteil der früher dominierenden Fichte ist auf 5% zurückgegangen. Das liegt in erster Linie am starken Käferbefall in den vergangenen Jahren, auch die Stürme Lothar und Wiebke haben ihr übriges dazu beigetragen. Im Jahr 1998 betrug die Holzbodenfläche noch 48,2 ha. Durch den geringen Anteil der Fichte ist auch der Hiebsatz mittlerweile sehr gering. Ein Drittel der Waldflächen der Gemeinde werden extensiv bewirtschaftet. Auch ökologische Gesichtspunkte sind zu berücksichtigen, ca. 7 ha sind Bodenschutzwald, im Naturschutzgebiet liegen insgesamt 15 ha der Waldfläche.
Förster Kolb informierte den Gemeinderat über den vorgesehenen Hiebsatz in den nächsten 10 Jahren als auch die Verjüngungsmaßnahmen. Der Gemeinderat stellte das Forsteinrichtungswerk für die Jahre 2009-2018 einstimmig fest.
Natural- und Finanzplan Gemeindewald 2010
Förster Kolb stellte dem Gemeinderat die geplanten Maßnahmen im nächsten Forstjahr vor. Dabei ist ein Holzeinschlag von 95 Festmetern vorgesehen, darüber hinaus verschiedene Kulturmaßnahmen. Es sollen 200 Laubbäume gepflanzt werden, zum einen Walnussbäume und zum anderen Kirschenbäume. Darüber hinaus ist die Pflanzung von 200 Nadelhölzern (Douglasien) vorgesehen. Neben den Pflanzmaßnahmen sind auch verschiedene Pflegemaßnahmen zur Kultursicherung eingeplant. Für den Finanzplan bedeutet dies auf der Einnahmenseite Holzerlöse von 2.400 €, darüber hinaus sind Fördermittel in Höhe von etwa 1.000 € zu erwarten. Auf der Ausgabenseite stehen neben dem Holzeinschlag mit Kosten von 1.100 € für die Kulturpflege 2.800 € an. Das zu erwartende Defizit liegt bei 2.170 €.
Der Gemeinderat verabschiedete einstimmig den Natural- und Finanzplan für den Gemeindewald 2010.
Verwaltungsbericht und Jahresrückblick 2009
Bürgermeister Kurt Wackler blickte in seinem Verwaltungsbericht auf das Jahr 2009 zurück. In einer von hoher Sachlichkeit und Zielorientierung geprägten Zusammenarbeit wurde Vieles erreicht und auf den Weg gebracht. Neben der Einwohnerentwicklung informierte Bürgermeister Wackler auch über die in der Gemeinde durchgeführten Investitionsmaßnahmen. Er erinnerte an die besonderen Ereignisse im Jahr 2009 und die Höhepunkte des Gemeindelebens und hielt kurz Ausblick auf das kommende Jahr. Der ausführliche Verwaltungsbericht wird in der ersten Ausgabe des Mitteilungsblattes im neuen Jahr veröffentlicht.