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Flüchtlings- und Asylbewerberunterbringung | 12.04.2017

Der Landkreis Schwäbisch Hall hat im vergangenen Jahr das ehemalige Freizeitheim der Süddeutschen Gemeinschaft in Ellrichshausen zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen erworben. Ab Mitte November 2016 wurde das Haus nun belegt, aktuell wohnen dort 24 Personen. Parallel mit der Belegung des Hauses wurde die Arbeit des ehrenamtlichen Koordinierungskreises weiter intensiviert. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer begleiten die in der Gemeinde aufgenommenen Asylbewerber und Flüchtlinge. Im Rahmen eines Vororttermins informierten sich der Gemeinderat sowie die Ortschaftsräte vor Ort über die Arbeit des ehrenamtlichen Koordinierungskreises.

Bürgermeister Kurt Wackler begrüßte die Vertreter des Gemeinderats, der Ortschaftsräte sowie des Koordinierungskreises in der Sammelunterkunft des Landkreises in Ellrichshausen. Der Koordinierungskreis wurde vor vielen Monaten damals noch mit Blick auf die in der Gemeinde begonnene Anschlussunterbringung gebildet. Durch die Belegung der Sammelunterkunft in Ellrichshausen im Rahmen der vorläufigen Unterbringung durch den Landkreis hat sich das Aufgabenfeld verbreitert. Ursprünglich plante der Landkreis die Errichtung einer Sammelunterkunft am Seeweg in Sattelweiler. Die Baugenehmigung lag bereits vor. Dann hat der Landkreis aber in Ellrichshausen mit dem ehemaligen Freizeitheim der Süddeutschen Gemeinschaft ein geeignetes Objekt gefunden. Dieses ist mit den derzeitigen 24 Personen voll belegt. Vor einem dreiviertel Jahr war der Druck auf die vorläufige Unterbringung noch deutlich höher, damals ist man von einer Belegung von bis zu 50 Personen ausgegangen. Zur Anschlussunterbringung, die Aufgabe der Gemeinde ist, berichtete Bürgermeister Kurt Wackler, dass derzeit 35 Personen in der Gemeinde untergebracht sind. Im Jahr 2017 werden weitere 31 Personen dazukommen, 8 Personen sind dabei unmittelbar angekündigt. Gemäß dem Beschluss des Gemeinderats soll die Unterbringung in kleineren Einheiten dezentral erfolgen. Neben verschiedenen kleineren bzw. Privatgebäuden ist dies insbesondere derzeit im Gebäude Gröninger Hauptstraße 16 der Fall. Der Bedarf für 2017 soll mit dem ehemaligen Lehrerwohnhaus in Satteldorf sowie dem Anwesen in der Ortsmitte Gröningen abgedeckt werden. Er dankte allen ehrenamtlichen Kräften für ihren Einsatz und ihr engagiertes Kümmern.

Frau Pfarrerin Prof. Dr. Huxel als Vorsitzende des Koordinierungskreises stellte anschließend den ehrenamtlichen Kreis und die Aufgabenstellung kurz vor. Sie berichtete von den Anfängen des Helfer- sowie des Koordinierungskreises. Schon früh war bei den ersten Besprechungen klar geworden, dass man eine schlagkräftige Struktur benötigt, um die anstehenden Aufgaben sinnvoll zu erfüllen. Zur der Koordinierungsgruppe gehören dabei noch Herr Pfarrer Lampadius, Frau Lechner und Frau Technau. Von der Gemeinde sind unterstützend Frau Martina Sieland und Ortsvorsteher Wilhelm Wackler mit dabei. Pfarrerin Huxel lobte die große Einsatzbereitschaft der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und unterstrich, dass die geschaffene gute Struktur weiter auszubauen und warb um weitere personelle Unterstützung.

Die Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises Frau Köhler berichtete über die allgemeine Flüchtlingssituation im Land Baden-Württemberg und im Landkreis Schwäbisch Hall. Die Anzahl der Flüchtlinge ist gegenüber dem vergangenen Jahr zurückgegangen, die Aufgabenstellung hat sich von den Landeserstannahmestellen Richtung Landkreise mit der vorläufigen Unterbringung und Gemeinden mit der Anschlussunterbringung verlagert. Auf Dauer gesehen wird die Aufgabenstellung verstärkt bei den Gemeinden liegen. Vom Land an den Landkreis wurden im vergangenen Jahr im Monat noch durchschnittlich 400 Leute zugewiesen, heute sind es noch 18 Personen. Aufgrund der nicht mehr so prekären Situation kann der Landkreis nun die vorhandenen Unterkünfte mit 7 m² je Person anstelle von 4,5 m² belegen und so für bessere Bedingungen sorgen. In Satteldorf konnte die Aufgabe relativ entspannt angegangen werden, da der ehrenamtliche Helferkreis von Anfang an engagiert zur Seite war. Die Atmosphäre ist daher gut und bisher gab es keine bedenklichen Vorkommnisse. Die derzeit in Ellrichshausen eingewiesenen Personen stammen aus Syrien, Indien, Irak, Sri Lanka und der Türkei. Ziel ist es, dass die Personen in eine Selbstständigkeit gebracht werden.

Pfarrer Lampadius berichtete von der gewachsenen Herzlichkeit in Ellrichshausen und freute sich, dass in dem Haus immer Frieden gehalten werden konnte, was bei den verschiedenen zusammengewürfelten Familien nicht selbstverständlich ist. Er stellte den Anwesenden kurz die eingewiesenen Familien vor und unterstrich die Bedeutung des direkten Kontaktes zu den Flüchtlingen. Frau Technau berichtete von den Angeboten des Freundeskreises im Freizeitheim und konnte von den Erfahrungen berichten, dass die Personen sehr offen und auch bemüht sind, sich der ersten wichtigen Aufgabe zu stellen: Dem Lernen der deutschen Sprache. Frau Anja Lechner unterstrich die Bedeutung der deutschen Sprache als wichtigstes Medium für die Integration. Ziel ist es, dass alle Flüchtlinge beschäftigt werden können und ihnen eine Perspektive gegeben werden kann. Einhellig wurde bekräftigt, dass alle Bewohner sehr interessiert sind und versuchen, Zug um Zug selbständiger zu werden. Um weitere Unterstützer im Freundeskreis wurde geworben.

Im Anschluss führte Frau Köhler die Anwesenden kurz durch die Sammelunterkunft und erläuterte die Gemeinschaftseinrichtungen, die einzelnen Wohneinheiten sowie die vom Landkreis gestellte Ausstattung.

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