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Drohende Gasmangellage – Gemeinde Satteldorf reagiert
04.08.2022
Kategorie: Aktuelles

In den Nachrichten und bei den Verantwortlichen auf allen politischen Ebenen ist die Zuspitzung der Gas-Versorgungslage sowie eine drohende Gasmangellage im anstehenden Winter seit Tagen und Wochen ein omnipräsentes Thema. Der Bundeswirtschaftsminister hat bereits am 23. Juni 2022 die Alarmstufe des Gas-Notfallplans ausgerufen. Es kommt daher darauf an, in den kommenden Wochen und Monaten soweit als möglich den Gasverbrauch und den Energieverbrauch im Allgemeinen zu reduzieren. Je mehr Gas heute eingespart werden kann, umso besser können die Gasspeicher bis zum Herbst gefüllt werden, wodurch im Falle einer Gasmangellage die Versorgung länger aufrechterhalten werden kann.

Bürgermeister Thomas Haas macht deutlich: „Es gilt nun, sich auch auf kommunaler Ebene auf eine drohende Gasmangellage einzustellen und vorbereitet zu sein. Auch bei uns in Satteldorf muss es das Ziel sein, schon jetzt möglichst viel Energie einzusparen. Das gilt für die Gemeinde wie auch für das Gewerbe und die privaten Haushalte.“

In der Gemeinde Satteldorf sind insgesamt 19 Gemeindegebäude mit einer Heizungsanlage ausgestattet. Der Wärmeverbrauch dieser Gebäude lag im Jahr 2021 bei 1.176.294 kWh, was umgerechnet ca. 120.000 Liter Heizöl entspricht. Hieraus ergibt sich ein enormes Einsparpotential. Wie in den vergangenen Jahren bereits geschehen, ist die Gemeindeverwaltung ständig damit befasst, nach und nach Heizungsanlagen zu modernisieren oder auszutauschen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind. Auch die gezielte energetische Sanierung der Gemeindegebäude soll künftig stärker in den Fokus rücken.

Sofortmaßnahmen

Um einer potenziellen Mangelsituation entgegen zu wirken, werden ab kommender Woche nahezu alle Heizungsanlagen in unseren Gemeindegebäuden abgeschaltet. Dies hat zur Folge, dass vorerst nur noch kaltes Wasser an Handwaschbecken und Duschen bereitgestellt werden kann. Auch ein unnötiges Aufheizen des Heizungswassers in etwas „frischeren“ Nächten kann so in einigen Gebäuden, deren Heizungsanlage nicht über die Möglichkeit eines „Sommerbetriebs“ verfügt, realisiert werden. Mit einsetzen der Heizperiode werden die Heizungen je nach Bedarf und Versorgungssituation wieder in Betrieb genommen. Dies ist vor allem hinsichtlich möglicher Frostschäden erforderlich, jedoch wird dies dann mit abgesenkten Raumtemperaturen geschehen, um so weiterhin Energie einsparen zu können.

Neben dem einsparen von fossilen Energieträgern ist die Einsparung von Strom ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenpakets der Gemeinde. Aktuell wird geprüft, inwieweit eine Leistungsreduktion der Straßenbeleuchtung während der gesamten Betriebszeit umgesetzt werden kann. Die Leistungsreduktion ist in der Zeit zwischen 22:00 und 00:00 Uhr bereits seit vielen Jahren bei uns Standard. Für die Ausweitung dieses Zeitraums sind voraussichtlich kleinere Umbauarbeiten an den Schaltschränken der Straßenbeleuchtung notwendig.

Aufruf zum Energie sparen an private Haushalte

Unbenommen dieser Maßnahmen im direkten kommunalen Wirkungskreis, eröffnet sich das größte Energie-Einsparpotenzial in den Privathaushalten. „Egal ob beim Heizen, Duschen, Waschen oder Kochen, beim Filme schauen oder bei der Beleuchtung – in allen Bereichen gibt es noch große Einsparpotenziale, die jeder einzelne von uns zuhause umsetzen kann“, regt Bürgermeister Haas zum Nachdenken an. „Jetzt kommt es darauf an, dass jeder einzelne von uns seinen individuellen Beitrag leistet. Einmal mehr ist das persönliche Verhalten entscheidend für die gesamte Gesellschaft.“

Weitergehende Informationen zur möglichen Einsparung von Energie im privaten Bereich finden sich beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter: www.energiewechsel.de.

 

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