Aktuelles

Geplanter Kalksteinabbau bei Bölgental | 10.12.2020

- Auslegung der Antragsunterlagen vom 16. Dez. 2020 bis 15. Januar 2021 -

Seit September des Jahres liegt der immissionsschutzrechtliche Genehmigungsantrag zur Errichtung und zum Betrieb eines Steinbruchs und eines Schotterwerks bzw. einer mobilen Brecher- und Klassieranlage bei Bölgental beim Landratsamt als Genehmigungsbehörde vor. Die sogenannte Eingangsprüfung ist mittlerweile abgeschlossen, ebenso die Behördenbeteiligung. Der von der Gemeinde beauftragte Fachanwalt Dr. Heer hat nach ausführlicher Beratung und Abstimmung im Gemeinderat eine umfassende Stellungnahme abgegeben, in der die Gründe aus Sicht der Gemeinde vorgetragen werden, wonach das Vorhaben nicht genehmigungsfähig ist. Wir verweisen auf den Bericht im Mitteilungsblatt vom 13.11.2020, der in dieser Ausgabe auf Seite 4 nochmals abgedruckt ist.

Der Antrag umfasst eine Fläche von 30,6 ha süd-östlich von Bölgental, davon sind etwa 20 ha für den Abbau vorgesehen. Der Betrieb des Steinbruchs gliedert sich in eine sogenannte Aufschlussphase zu Beginn und eine Regelphase im Anschluss daran auf. Laut Antrag beträgt das jährliche durchschnittliche Abbauvolumen 700.000 t (Regelbetrieb) bzw. 350.000 t (Aufschlussphase). Als Laufzeit sind ca. 25 Jahre angegeben. Der Betrieb ist zu den Tageszeiten 6 – 22 werktags Uhr vorgesehen, laut der Beschreibung ist kein Transport in den Nachtzeiten geplant. Im Antrag sind übers Jahr gerechnet durchschnittlich 260 LKW-Bewegungen am Tag genannt. Antragsgegenstand sind auch baurechtliche Anträge zur Genehmigung u. a. der Gesteinsaufbereitungsanlagen (u. a. Schotterwerk). Während der Aufschlussphase kommt ein mobiles Gerät zum Einsatz. Das Gestein soll in dieser Phase zur Verarbeitung teils per LKW auch zum Werk Kernmühle transportiert werden. Für den Regelbetrieb soll ein stationäres Schotterwerk errichtet werden. Der Steinbruch Bölgental soll ausschließlich über die Kreisstraße 2508 Gröningen - Bölgental und die OD Gröningen erschlossen und an das Verkehrsnetz angebunden werden. Die frühere Überlegung einer Jagst- und Autobahnquerung zum Steinbruch Kernmühle ist nicht mehr vorgesehen.

Das Landratsamt hat mittlerweile die Fristen für die öffentliche Auslegung festgelegt. Wir verweisen auf die nachfolgende öffentliche Bekanntmachung des Landkreises, die auch in unserem Mitteilungsblatt abgedruckt ist. Vom 16.Dezember 2020 bis zum 15.Januar 2021 liegen die Unterlagen im Landratsamt Schwäbisch Hall aber auch auf dem Rathaus in Satteldorf öffentlich aus. Falls sie die Unterlagen im Rathaus Satteldorf einsehen möchten, melden sie sich bitte im Zimmer 2, Erdgeschoss. Daneben besteht auch die Möglichkeit zur digitalen Einsichtnahme der Antragsunterlagen auf der Internetseite des Landratsamtes Schwäbisch Hall (Link siehe Bekanntmachung).

Einwendungen gegen das Vorhaben können je einschließlich vom 16. Dez. 2020 bis 15. Februar 2021 schriftlich oder elektronisch vorgebracht werden. Auf die Bekanntmachung des Landratsamtes Schwäbisch Hall (siehe Seite 2) wird verwiesen.

Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass alle die sich betroffen fühlen, von ihren Rechten Gebrauch machen, Einsicht nehmen sollten und vor allem auch ihre Bedenken, Einwendungen und Anliegen selbst schriftlich vorbringen. Jeder/jede Betroffene hat seine/ihre Rechte selbst wahrzunehmen und ggf. geltend zu machen, insbesondere soweit Beeinträchtigungen am Eigentum (z.B. durch Sprengung) oder der Gesundheit befürchtet werden.

Der Erörterungstermin nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung ist für Mittwoch, den 24. März 2021, in der Sport- und Festhalle Satteldorf terminiert. An diesem Termin und ggf. am darauffolgenden Tag werden die fristgerecht vorgebrachten Einwendungen öffentlich durch das Landratsamt erörtert.

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