Wasserversorgung im Versorgungsbereich Ellrichshausen

In der vom Zweckverband NOW im Jahr 2002 erstellen Wasserversorgungskonzeption wur-den die kurz-, mittel- und längerfristigen Maßnahmen am Versorgungsnetz und den Behältern der Wasserversorgung der Gesamtgemeinde aufgezeigt. Zug um Zug wurden in den vergan-genen Jahren Maßnahmen an den Wassertürmen und Hochbehältern umgesetzt, daneben wurden im Zuge von Erneuerungs- bzw. Wohnumfeldmaßnahmen im nennenswerten Umfang Teilstrecken des Ortsnetzes erneuert, wie Bürgermeister Kurt Wackler informierte. Als nächs-ter Schritt stehen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit im Versorgungsbereich Ellrichs-hausen Verbesserungsmaßnahmen an. Die Erneuerung der Zuleitung bzw. der Einspeisung des Hochbehälters Beeghof ist angestrebt, bereits im Jahr 2008 hatte sich der Gemeinderat mit mehreren Varianten zur Verbesserung der Versorgungssituation auseinandergesetzt und sich für die damalige Variante 4 ausgesprochen.

Der Versorgungsbereich Ellrichshausen wurde vor über 50 Jahren aufgebaut, so der Ge-schäftsführer Dipl.Ing. Rommel vom Zweckverband NOW, und hat mittlerweile gewisse Schwachstellen. Die beschlossene Variante 4 sieht eine direkte Verbindung von der vom Hochbehälter Rudolfsberg (Zweckverband NOW) kommenden Zuleitung zum Hochbehälter Roter Berg (dient der Versorgung der Ortslage Ellrichshausen) vor. Dadurch könnten der Hochbehälter Dächertsholz und die Zuleitung von Rockhalden zu diesem Behälter wie auch die sehr knapp dimensionierte Zuleitung vom Hochbehälter Dächertsholz zum Hochbehälter Roter Berg außer Betrieb genommen werden. Die Einspeisung des Hochbehälters Beeghof soll über die neu zu bauende Verbindungsleitung von Rockhalden über den Roten Berg nach Horschhausen erfolgen. Diese Einspeisung kann mit dem gegebenen Wasserdruck aus dem Wasserturm Rudolfsberg ohne Förderpumpwerk betrieben werden.
Diese Variante stellt die langfristig beste Lösung dar, da dadurch zum einen die 58 Jahre alte Fallleitung ersetzt wird und gleichzeitig ein Ringschluss für Ellrichshausen möglich wird. Die neuen Wasserleitungen sind mit einem Druckmesser von 150 mm vorgesehen, dieser größere Leitungsquerschnitt (früher nur 80 mm Durchmesser) gibt mehr Versorgungssicherheit und Leistungsfähigkeit für den gesamten Ortsbereich, auch für den Löschwasserbedarf. Die 58 Jahre alte Graugussleitung von Rockhalden nach Horschhausen zum Hochbehälter Roter Berg wird erneuert. Mit dem Einbau eines Elektroschiebers im Hochbehälter Roter Berg wird erreicht, dass die Aufenthaltszeiten des Trinkwassers im Hochbehälter Beeghof verringert und dadurch eine mögliche Aufkeimung vermieden wird. Der Verteilungsbehälter Dächertsholz wird nicht mehr benötigt, eine ansonsten erforderliche Sanierung und die übliche Wartung entfallen. Die Längen der jetzt vorhandenen Wasserleitungen zwischen Rockhalden und Horschhausen und dem Hochbehälter Roter Berg werden um etwa 600 m verringert.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich nach der aktuellen Kostenberechnung auf etwa 470.000 € netto. Das Vorhaben und insbesondere die Trassierung wurden im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung am 27.07.2012 in der örtlichen Verwaltung Ellrichshau-sen den betroffenen Grundstückseigentümern vorgestellt und erörtert. Die anwesenden Grundstückseigentümer haben dankenswerterweise ihre Bereitschaft signalisiert, die notwen-digen Einlegeerlaubnisse zu erteilen. Der Gemeinderat stimmte einstimmig der vorgestellten Entwurfsplanung zu und beauftragte die Verwaltung und die NOW mit der weiteren Projekt-vorbereitung, Planung und Ausführung der Maßnahme.

 


Haushaltszwischenbericht 2012

Für das Jahr 2012 hat die Gemeinde ein umfangreiches Gesamtpaket mit einem Haushaltsvo-lumen von über 17 Mio. € geschnürt. Hierbei wurde für Investitionen ein Betrag von 6,45 Mio. € zur Verfügung gestellt, was für eine Gemeinde unserer Größenklasse überdurchschnittlich ist.
Der Großteil der Maßnahmen läuft. Der Anschluss des Teilorts Volkershausen an die Sam-melkläranlage geht gut voran; Abwasser- und Wasserleitungen sind verlegt und das Pump-werk soll in Kürze gesetzt werden. Die Resterschließung des Nahversorgungszentrums konn-te bereits abgeschlossen werden.
Die Erweiterung des Baugebiets Winterwiesen II in Gröningen ist begonnen; in den kommen-den Wochen steht der Straßenaufbau an.
Die Fortführung der Erschließung des Gewerbeparks in Satteldorf steht vor der Ausschrei-bung, der Bebauungsplan für die Erweiterung ist mittlerweile rechtskräftig. Die Erschließung des Gewerbegebiets „Anger“ ist beauftragt und soll kommende Woche angegangen und zügig abgewickelt werden.
Der Ausbau der Feldwege im Bereich des Schleehardshofs konnte nicht wie geplant umge-setzt werden. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass in diesem Bereich ein Flurneuordnungs-verfahren geplant ist, dies jedoch noch nicht in das Programm des Ministeriums aufgenom-men wurde. Als Ersatzmaßnahme wurde der Feldweg entlang des Entenbachs zwischen Sat-teldorf und Ellrichshausen bis zur Gemeindeverbindungsstraße nach Birkelbach mit einer bi-tuminösen Schicht ausgebaut. Neben der Nutzung für die Landwirtschaft wurde hiermit auch die Radwegeverbindung verbessert.
Bereits in der jetzigen Bauphase der Erweiterung des Friedhofs in Satteldorf zeigt sich, dass man durch die Maßnahme auch in städtebaulicher Hinsicht vieles richtig gemacht habe und die Gestaltung im Außenbereich der Friedhofsanlage zu einer Aufwertung des Ortsbildes füh-re. Ziel ist es nun, auch ein ansprechendes Friedhofsterrain zu schaffen und die Maßnahme bis Ende des Jahres abzuschließen.
Für den Bauhof wurden im laufenden Jahr wieder diverse Maschinen und Fahrzeuge ange-schafft. Im Etat waren hierfür rund 110.000 € vorgesehen, um den Bauhof weiterhin leistungs-fähig agieren zu lassen.
Hinsichtlich der Wohnumfeldmaßnahme im Diehlbrunnenweg in Bronnholzheim führte Bür-germeister Wackler aus, dass die Maßnahme leider nicht ins Entwicklungsprogramm Ländli-cher Raum (ELR) für das Jahr 2012 durch das Land aufgenommen wurde und die Maßnahme deshalb 2012 zurückgestellt werden musste.

Im Bereich des Verwaltungshaushalts bewegen sich die Einnahmen und Ausgaben bisher ebenfalls im Rahmen der geplanten Werte.
Bei der Gewerbesteuer wird nach heutigem Stand der geplante Ansatz in Höhe von 1,9 Mio. € wohl leicht überschritten werden. Die Einkommensteuer- und Umsatzsteueranteile bewegen sich auf dem geplanten Niveau. Bei den Zuweisungen des Landes zeichnen sich sogar positi-ve Effekte ab und es kann mit einer leichten Steigerung gegenüber dem Planansatz gerech-net werden.
Aufgrund der prognostizierten Steigerung der Gewerbesteuer wird auch von einem moderaten Anstieg der Gewerbesteuerumlage ausgegangen, die restlichen Umlagen werden wohl mini-mal niedriger als geplant ausfallen, jedoch keine großen Entlastungen für den Haushalt mit sich bringen. Neben den Einnahmen und Ausgaben im Einzelplan 9 wurden auch im Bereich der Unterhaltungsmaßnahmen wie gewohnt Ausgaben getätigt. Zu erwähnen wäre hierbei der Anstrich im Innen- und Außenbereich der Schule und der Sport- und Festhalle Satteldorf so-wie der Umbau des ehemaligen Feuerwehrunterrichtsraums im Rathaus Satteldorf in ein
Büro.
Ein umfangreiches Programm wurde bei der Feldweg- und Straßenunterhaltung durchgeführt. Hier wird es wohl zu marginalen Überschreitungen der jeweiligen Haushaltsansätze kommen. Im Laufe des Jahres wurde im Verwaltungshaushalt auch die Maßnahme Erneuerung der Wasserleitung und Sanierung des Kanals in der Helmshöfer Straße in Gröningen abgeschlos-sen, die Kosten bewegten sich hierbei innerhalb des festgelegten Rahmens. Im Zuge der Ei-genkontrollverordnung (EKVO) wurden im Jahr 2012 die Ergebnisse der Befahrungen aus dem Jahr 2011 ausgewertet. Hierbei zeigte sich für den befahrenen Bereich in Bronnholz-heim, dass die Kanalhaltungen in der Hengstfelder Straße in einem sehr schlechten Zustand sind und ein Austausch in größerem Umfang erforderlich ist. In den Jahren 2012 und 2013 sollen voraussichtlich die Teilorte Gröningen und Helmshofen im Rahmen der EKVO befahren und ausgewertet werden.

Bürgermeister Wackler fasste zusammen, dass das Haushaltsjahr 2012 alles in allem gesehen - u. a. auch aufgrund der sich weiterhin positiv auswirkenden Grundstücksverkäufe - bis-her gut verlaufen ist und sich nach heutigem Stand das Ergebnis im Rahmen der Planungen bewegen wird, wobei er auf die Gefahren hinsichtlich etwaiger Schwankungen bei der Gewer-besteuer hinwies.

 

Erneuerung Wasserleitung und Kanalsanierung Hengstfelder Straße

Der Zustand der Abwasserkanäle in der Hengstfelder Straße in Bronnholzheim hat sich weiter verschlechtert, wie die letzte Videobefahrung gezeigt hat. Darüber hinaus hat die erhöhte Anzahl an Rohrbrüchen sowohl an der Wasserhauptleitung als auch bei privaten Hausanschlüs-sen gezeigt, dass dringend Maßnahmen an der Wasserleitung erforderlich sind. Daher ist die Gemeinde nochmals auf den Landkreis zugegangen, wie Bürgermeister Wackler berichtete, und hat auf eine gemeinsame Maßnahme in der Hengstfelder Straße gedrängt. Die Unterhal-tungslast der Straße liegt beim Landkreis Schwäbisch Hall.

Zumindest der Bereich von der Ortsmitte Richtung Triftshausen/Hengstfeld sollte angegangen werden, am besten auch der Bereich von der Ortsmitte Richtung Satteldorf. Aufgrund des Alters sowohl der Wasserleitungen (56-57 Jahre) bzw. des Kanals (ebenfalls über 50 Jahre) können die Maßnahmen nicht mehr aufgeschoben werden. Beim Landkreis war vor wenigen Jahren die Durchführung einer Straßenbaumaßnahme noch abgelehnt worden, jetzt wurde jedoch Bereitschaft signalisiert. Der Gemeinderat stimmte der Durchführung der Maßnahme im Grundsatz zu, die Maßnahme soll im nächsten Haushaltsjahr 2013 finanziert werden. Die Planung und Bauleitung wurde dem Ing.Büro ibz Ziegler aus Crailsheim übertragen. Bürger-meister Wackler unterstrich, dass die Anlieger wie gewohnt einbezogen werden und erhoffte sich die Bereitschaft, die Maßnahme positiv zu begleiten.

 


Sanierung Ortskern Satteldorf – ehemaliges Bankgebäude

Vor einigen Jahren hat die Gemeinde im Zuge der Sanierungsmaßnahme im Ortskern Satteldorf das ehemalige Bankgebäude mit Lagergebäude erworben. Das Lagerhaus wurde mitt-lerweile abgebrochen, dort werden Parkplätze angelegt. Ein Teil des Grundstücks wurde an die Angrenzer für die notwendige Bodenordnung veräußert. Seit etwa eineinhalb Jahren ist die Postfiliale im ehemaligen Bankgebäude untergebracht.

Seit drei Jahren ist die Gemeinde in die Ganztagesbetreuung (3 bis 6-jährige) sowie die Krip-penbetreuung (1 und 2-jährige) eingestiegen und die Angebote werden sehr gut angenommen. Die Betreuungsplätze im Kinderhaus am Dorfplatz sind demnächst alle vollständig be-legt, daher wurde mittlerweile auch ein Aufnahmestopp für Auswärtige verhängt. Es bestehen daher die Überlegungen, aufgrund der Nähe zum Kinderhaus am Dorfplatz das ehemalige Bankgebäude für die Kinderbetreuung zu nutzen und einen entsprechenden Ausbau/Umbau vorzunehmen. Neben der Nutzung für die Ganztagesbetreuung für die 3 bis 6-jährigen sind auch Nutzungen für eine zusätzliche Betreuung im Grundschulalter einzubeziehen, um für Eltern weitere verlässliche Betreuungszeiten über die Schulzeit hinaus anbieten zu können. Dabei sind auch die Nähe und die Verbindung zum Kinderhaus am Dorfplatz zu berücksichti-gen, insbesondere auch hinsichtlich der Nutzung des Außenbereiches oder beispielsweise bei der Versorgung mit Mittagessen. Der Gemeinderat stimmte auf Vorschlag der Verwaltung grundsätzlich einer Nutzung des ehemaligen Bankgebäudes als Einrichtung zur Kinder-betreuung zu und beauftragte die Verwaltung bzw. Herrn Architekt Meyer-Deyle mit der Erarbeitung eines entsprechenden Plankonzeptes.

 


Phosphatfällung Sammelkläranlage Neidenfels

Im Bereich der Wasserwirtschaft ist vieles abgearbeitet, mit dem Teilort Volkershausen wird der letzte Teilort der Gemeinde an die Sammelkläranlage angeschlossen, wie Bürgermeister Wackler betonte. Auf Grundlage der Wasserrahmenrichtlinie wurde vom Landratsamt mittlerweile ein Erlass vorgelegt, wonach größere Kläranlagen mit weiteren Auflagen versehen werden. Sammelkläranlagen mit einer Auslegung von über 5000 Einwohnergleichwerten sind danach mit einer Phosphatfällung auszustatten. Aufgrund der Größe der Sammelkläranlage in Neidenfels, die auf 9.800 Einwohner ausgerichtet ist, besteht somit auch die Pflicht, eine Phosphatfällung einzubauen.

Die Phosphatbelastung im Auslauf liegt durchschnittlich bei 3,8 mg/l, durch eine biologische oder chemische Phosphatbehandlung muss ein Wert von durchschnittlich 0,8 mg/l erreicht werden. Mit Herrn Dipl.Ing. Flohr, Weber Ingenieure, wurde seit einiger Zeit die möglichen technischen Varianten diskutiert. Eine biologische Lösung wäre nur mit dem Einbau eines weiteren Belebungsbeckens möglich, was einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten würde. Der Vorschlag geht dahin, eine chemische Phosphatfällung vorzusehen. Daher müss-te ein entsprechender Rohbau (Bodenplatte) sowie die Anschaffung eines Phosphatbehälters getätigt werden, eine Dosierstation mit der entsprechenden elektrotechnischen Ausstattung ist einzubauen. Über diese Dosiereinrichtung wird das Fällungsmittel entsprechend eingegeben und das Phosphat gebunden. Das gebundene Phosphat gelangt dann in den Klärschlamm und somit nicht mehr in das Gewässer. Die Nettogesamtkosten belaufen sich auf voraussicht-lich 117.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem notwendigen Einbau des Behäl-ters für das Phosphatfällungsmittel mit der entsprechenden Dosiereinrichtung zu, die Maß-nahme wird über den Haushaltsplan 2013 finanziert. Die Verwaltung wurde ermächtigt, den entsprechenden wasserrechtlichen Genehmigungsantrag zu stellen.

 


Baugesuche und Bauvoranfragen

Der Gemeinderat stimmte der Erweitung des Lagers und Errichtung einer Gerätehütte mit Gabionenwand auf Flst. 1480, Talgasse 3, in Ellrichshausen zu.

Unter der Maßgabe, dass zum nördlich angrenzenden Feldweg ein entsprechender Abstand eingehalten wird, wurde der Anbau einer landwirtschaftlichen Lager- und Maschinenhalle an das bestehende Wirtschaftsgebäude Flst. 113, Bölgental, ebenso positiv gesehen.

Der Nutzungsänderung auf Flst. 739/1 in Horschhausen wurde unter der Auflage zugestimmt, dass etwaig notwendige Maßnahmen am öffentlichen Feldweg vom Antragsteller zu tragen sind.

Das Einvernehmen zum Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage und Einliegerwohnung auf Flst. 689/19 im Baugebiet „Obere Gronach“ wurde zugestimmt.

Der Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf Flst. 13/2 in der Unteren Gasse in Sat-teldorf wurde ebenso positiv gesehen.

 

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