Modernisierung Gemeinderaum Bronnholzheim

Das gemeindeeigene Gebäude in der Hengstfelder Straße 22 in Bronnholzheim war Ende der 60er Jahre durch die evangelische Kirchengemeinde Bronnholzheim mit tatkräftiger Unterstützung der Bürgerschaft zum Gemeindehaus umgebaut worden. Der Gemeindesaal im oberen Geschoss wurde im Jahr 1969 in Betrieb genommen. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss dienten viele Jahre als „Disco“ bzw. Aufenthaltsmöglichkeit für die Bronnholzheimer Jugend. Zurzeit sind diese Räumlichkeiten jedoch ungenutzt.
Aufgrund des Alters des Gebäudes, aber auch der nicht optimalen nutzbaren Situation im oberen Geschoss beschäftigt sich die Kirchengemeinde schon länger mit einer Modernisierungs- und Umbaumaßnahme. Nachdem die ersten Gedanken noch von einem Umbau mit Dachgaube im Dachgeschoss ausgingen, wurden in Abstimmung mit der Gemeinde dann aber eine Umnutzung des Erdgeschosses zum Gemeindesaal angegangen. Bürgermeister Wackler stellte dem Gemeinderat die Ausbauvariante, für die sich der Kirchengemeinderat letztlich entschieden hat, vor. Durch die Einrichtung des Gemeindesaals im Erdgeschoss kann dieser künftig barrierefrei genutzt werden, was vor allem den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Bronnholzheim entgegen kommt. Im Bereich der ehemaligen Disco soll dabei der Gemeindesaal eingerichtet werden, die frühere Garage ist als Eingangsbereich sowie Sanitärbereich angedacht. Der Treppenzugang zum Dachgeschoss wird nicht einbezogen, so dass die Räumlichkeiten im Dachgeschoss nach wie vor separat erreicht werden können und daher gegebenenfalls zum späteren Zeitpunkt andere Nutzungen im Dachgeschoss möglich sind. Die vorgesehene Baumaßnahme der Kirchengemeinde liegt nach einer Kostenberechnung des beauftragten Architekten Meyer-Deyle bei etwa 110.000 €. Im Zuge der Baumaßnahme wird die Gemeinde als Eigentümer des Gebäudes auch das marode Dach instand setzen. Die evangelische Landeskirche bzw. der Kirchenbezirk hat seine Zustimmung zur Maßnahme signalisiert und Mittel zur Finanzierung in Aussicht gestellt. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte dem Vorhaben ebenso zu wie der Gewährung eines Zuschusses der bürgerlichen Gemeinde in Höhe von 20.000 €.


Umbau des ehemaligen Bankgebäudes zur Kindertagesbetreuung
Im September 2012 wurde der Beschluss zur Nutzungsänderung des ehemaligen Bankgebäudes in der Oberen Gasse 10 in Satteldorf zur Kindertageseinrichtung gefasst. Die Heizungs- und Sanitärinstallationen müssen grundlegend verändert werden. Das Planungsbüro Hörle hat eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt. Bürgermeister Wackler informierte den Gemeinderat über das nachgerechnete Submissionsergebnis. Die Heizungsarbeiten wurden an den günstigsten Bieter, die Firma Peter aus Dürrwangen zum Angebotspreis von 21.063,36 € vergeben. Den Auftrag für die Sanitärarbeiten erhielt die Firma Rein aus Bölgental zum Angebotspreis von 22.895,03 €. Auf Anregung aus der Mitte des Gemeinderats hat die Verwaltung die Fenster hinsichtlich der Dichtigkeit überprüft. Die Überprüfung hat ergeben, dass im Erdgeschoss der Austausch der Fenster notwendig und zweckmäßig ist, so Bürgermeister Kurt Wackler.


Flächennutzungsplanfortschreibungen von Nachbarverbänden zur Windenergienutzung
Wie die Gemeinde Satteldorf bzw. die Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim beschäftigten sich auch die benachbarten Kommunen bzw. Verwaltungsverbände mit der Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergienutzug im Flächennutzungsplan. Die Gemeinde Satteldorf war zur Stellungnahme im Rahmen der Behördenbeteiligung zu den Entwürfen der Fortschreibungen aufgefordert worden. Es handelt sich dabei um Flächennutzungsplanfortschreibungen zum einen des Verwaltungsverbandes Brettach/Jagst mit den Mitgliedsgemeinden Wallhausen, Kirchberg/Jagst und Rot am See und zum andern um des Verwaltungsverbands Fichtenau/Kreßberg mit den Mitgliedsgemeinden Fichtenau und Kreßberg. Der Gemeinderat befasste sich dabei mit den im Grenzbereich zur Gemeinde Satteldorf vorgesehenen Potentialflächen und eventuellen Auswirkungen auf das Gemeindegebiet Satteldorf.

Die vorgesehenen Potentialflächen zwischen Kirchberg/Jagst und Wallhausen grenzen unmittelbar an die vorgesehenen Flächen für Windkraftnutzung auf Gemeindegebiet Satteldorf nördlich von Bölgental im Bereich des Anhäuser Waldes an. Grundsätzlich bestehen keine Bedenken gegen diese Flächenausweisung. Es wurde jedoch vorsorglich darauf hingewiesen, dass falls sich durch das derzeit laufende Flächennutzungsplanfortschreibungsverfahren auf Gemeindegebiet Satteldorf Flächenkorrekturen ergeben sollten, dies auch Auswirkungen auf die Potentialflächen auf Gemeindegebiet Wallhausen bzw. Kirchberg/Jagst haben könnte und gegebenenfalls entsprechende Anpassungen der grenznahen Bereiche notwendig werden.

Ebenso wurden keine Bedenken gegen die vorgesehene Ausweisung von Potentialflächen östlich von Hengstfeld bzw. nördlich des Schleehardshofs gesehen. Die bei der Planung des Verwaltungsverbandes zu Grunde gelegten Abstände sind gegenüber dem Schleehardshof eingehalten. Die Ausweisung erfolgt unmittelbar angrenzend an das Vogelschutzgebiet „Hohenloher Ebene östlich von Wallhausen“.

Der Verwaltungsverband Fichtenau/Kreßberg hat nördlich von Selgenstadt bzw. östlich von Horschhausen eine Potentialfläche vorgesehen. Gegen diese Fläche wurde Bedenken erhoben, da der vom dortigen Verwaltungsverband der Planung zu Grunde gelegte Abstand von 950 m zur Wohn- und Mischnutzung gegenüber Horschhausen nicht beachtet wurde. Bezüglich Horschhausen muss derselbe Abstand wie zu Selgenstadt beachtet werden.
Gleiches gilt für die weitere Potentialfläche westlich von Mariäkappel bzw. südlich von Vorder- und Hinterrockhalden. Gegenüber den Wohnplatz in Hinterrockhalden ist der notwendige abstand von 500 m nicht eingehalten, gegen die Mischbebauung von Vorderrockhalden ist ebenso der nicht eingehaltene Abstand von 950 m einzufordern. Diese Potentialfläche wird allerdings auch vom Verwaltungsverband Fichtenau/Kreßberg selbst als bedingt geeignet und nachrangig angesehen. Vorrangig soll die Potentialfläche westlich von Waldtann nach Möglichkeit umgesetzt werden, die unmittelbar mit dem Standort der Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim auf Gemarkung Crailsheim angrenzt. Dies wird ausdrücklich begrüßt. Auf dieser Fläche soll vorrangig die Windkraftnutzung konzentriert werden und aus Sicht des Überlastungsschutzes dann die westlich von Mariäkappel gelegene Fläche entfallen.


Regenüberlaufbecken Sattelweiler
Im September hatte die Verwaltung den Gemeinderat darüber informiert, dass sich am unterirdischen Regenüberlaufbecken im Sumbachweg in Sattelweiler immer wieder Sedimente ablagern und daraus eine Geruchsbelästigung für die Anwohner entsteht. Auch die Reinigung des Beckens stellt aufgrund der geschlossenen Bauweise erhöhte Anforderungen an die Mitarbeiter der Kläranlage. Der Gemeinderat hatte seinerzeit auf Vorschlag der Verwaltung festgelegt, dass eine Belüftungseinrichtung zur besseren Spülung eingesetzt werden soll. Der notwendige Stromanschluss wurde bereits an die EnBW ODR vergeben. Bürgermeister Wackler informierte den Gemeinderat über das Ergebnis der beschränkten Ausschreibung. Der Gemeinderat vergab den Auftrag für die Spül- und Belüftungseinrichtung inklusive Steu-ereinheiten und Schaltschrank an den günstigsten Bieter, die Firma Hüftle aus Neuenstein, zum Angebotspreis von 41.296,93 €.


Jugendsachbericht
Jugendreferent Alexander Schneider informierte den Gemeinderat in seinem Jugendsachbericht zunächst über das vergangene Jahr 2012. Der Jugendraum Satteldorf, der dienstags, mittwochs und donnerstags geöffnet ist, liegt die regelmäßige Besucherzahl (Alter 13 bis 16 Jahre) bei 10 bis 12 mit einem sehr geringen Mädchenanteil. Im Jugendraum Ellrichshausen, der bisher freitags geöffnet hatte, war eine konstante Gruppe mit mindestens 10 Besuchern anzutreffen (Alter 18 bis 20 Jahre). Hier steht ein Generationenwechsel an, der Mädchenanteil war höher als beispielsweise in Satteldorf. Im Jugendraum Gröningen, der aufgrund des sich ergebenen Bedarfes im Juni vergangenen Jahres wieder eröffnet werden konnte, liegt der Besucherschnitt bei etwa 10 (Alter 12 bis 14 Jahre). Aufgrund des Stundenplanes im neuen Schuljahr nahm der Besuch deutlich ab, sodass nun versuchsweise die Öffnungszeiten mit dem Jugendraum Ellrichshausen getauscht wurden.

Jugendreferent Schneider berichtete von zahlreichen Veranstaltungen im vergangenen Jahr wie Klettern, Besuch eines Hallen-/Erlebnisbades, Eislaufen, Kartfahren, der Teilnahme an Fußballturnieren und einer Kanufahrt. Diese erfolgten gemeinsam mit den anderen Jugend-räumen im Altkreis. Auch eigene Veranstaltungen wie Kochabende, Filmabende, Kicker- und Billardtourniere wurden durchgeführt ebenso wie die Teilnahme an Gemeinschaftsaktionen wie Gemeindeputzete, Weihnachtsbasar in Ellrichshausen erfolgte. Das Angebot im Rahmen des Ferienprogramms fiel krankheitsbedingt im vergangenen Jahr deutlich geringer wie gewohnt aus.

Jugendreferent Schneider hielt anschließend auch Ausblick auf das gerade begonnene Jahr 2013. Die Veranstaltungen mit den anderen Jugendräumen im Landkreis wie Schwimmen, Klettern, Kartfahren, eine Stadionausfahrt und Kanutour sind bereits in der Planung, ebenso die Teilnahme an den Gemeinschaftsveranstaltungen in der Gemeinde. Auch die eigenen Veranstaltungen wie Kochabende, Turniere etc. werden wie gewohnt durchgeführt. Derzeit werden Überlegungen angestellt, wie mit gezielten Angeboten die Mädchen besser erreicht werden können und der Mädchenanteil erhöht werden kann.

Der Gemeinderat nahm den Jugendsachbericht zustimmend zur Kenntnis. Bürgermeister Wackler dankte Jugendreferent Schneider für sein großes Engagement und hob hervor, dass er einen guten Draht zu den Jugendlichen hat.


Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren-Erweiterung Biogasanlage und Putenaufzucht- und Mastanlage
Beim Landratsamt als Genehmigungsbehörde wurde die Erweiterung der vorhandenen Biogasanlage mit Gaserzeugung mit zwei Blockheizkraftwerken und dem Neubau eines Gärrestelagers, Vorgrube, Foliengasspeicher mit einem Volumen von 500 m³, Wiegehaus, Abtankplatz, Desinfektionsfläche und Holzhackschnitzeltrocknung sowie die Erweiterung Fahrsi-loanlage auf den Grundstücken Flst. 518 und 518/2 in Birkelbach 20 beantragt. Der Gemeinderat beriet über die abzugebende Stellungnahme im Rahmen der Behördenbeteiligung. Nach den Antragsunterlagen liegen die rechtlichen Voraussetzungen für ein im Außenbereich privilegiertes Vorhaben eindeutig vor, daher wurde das Einvernehmen zum vorliegenden immissionsschutzrechtlichen Antrag erteilt. Hinsichtlich des Betriebs des Foliengasspeichers im Dachgeschoss des Generatorenraums wurden bereits im Ortschaftsrat Ellrichshausen Sicher-heitsbedenken geltend gemacht und ausdrücklich eine Überprüfung, insbesondere hinsichtlich des Explosionsschutzes, gefordert. Kein Verständnis wurde für den zulässigen Umfang aufgebracht, mit dem der Betrieb einer Biogasanlage als privilegiertes Vorhaben im Außenbereich seit der Änderung des Baugesetzbuches im Juli 2011 zulässig ist. Kritisch angemeldet wurde auch, dass der derzeitige Genehmigungsstand aus dem Jahr 2007 stammt und die in der Zwischenzeit eingereichten verschiedenen Anträge nicht zur Entscheidung gebracht wurden bzw. vom Landratsamt nicht beschieden wurden.


Baugesuche und Bauvoranfragen
Der Gemeinderat erteilt das Einvernehmen zum Neubau eines Wohnhauses mit Carport auf Teilfläche von Flst. 1027/2, Burleswagener Straße, in Sattelweiler.

Ebenso zugestimmt wurde der Bauantrag und der notwendigen Befreiung von den Vorschriften des Bebauungsplanes beim Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage auf Flst. 3163/14, Jeremias-Bauer-Straße 28, in Satteldorf.

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