Amtliche Bekanntmachungen

Verbrennen von pflanzlichen Abfällen | 14.02.2019

Gemäß § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz hat die Verwertung von Abfall Vorrang vor seiner Beseitigung. Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist daher grundsätzlich verboten. Pflanzliche Abfälle sind zum Beispiel Baum- und Heckenschnitt, Laub oder Gras.

Wie kann pflanzlicher Abfall verwertet werden?

Durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen und Kompostieren.

Durch Abgabe an die Abfallwirtschaft im Landkreis Schwäbisch Hall. Das Grüngut wird gesammelt und anschließend auf den ortsansässigen Häckselplätzen und Deponien wiederverwertet, insbesondere im örtlichen Kompostwerk in Obersontheim. Das Grüngut wird zum Teil gebührenfrei wiederverwertet. Kleinere Mengen können jedoch auch regelmäßig über die Biotonne entsorgt werden.

Wann kann pflanzlicher Abfall ausnahmsweise durch Verbrennen beseitigt werden?

Ausnahmen für das Verbrennen pflanzlicher Abfälle gelten gemäß der Landes-

Pflanzenabfallverordnung für pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlichen oder

gärtnerisch genutzten Grundstücken im Außenbereich anfallen. Diese dürfen unter

folgenden Voraussetzungen ausnahmsweise verbrannt werden:

Möglichkeit 1:

• Die Abfuhr zum nächsten Häckselplatz ist mit einem unverhältnismäßig hohen

  Aufwand verbunden (Beispiel: steile und schwer zugängliche Flächen) und ein

  Verrotten (Beispiel: steinige Flächen) auf dem Grundstück ist nicht möglich

und

• das Verbrennen findet außerhalb eines bebauten Gebietes (nach § 35  Baugesetz-

  buch) statt.

Möglichkeit 2:

• Das Pflanzenmaterial ist mit Feuerbrand befallen und

• das Verbrennen findet außerhalb eines bebauten Gebietes statt.

Ein Mehraufwand durch den Abtransport der pflanzlichen Abfälle rechtfertigt keine

Ausnahme.

Im Innenbereich, also innerhalb eines bebauten Gebietes, ist eine Verbrennung verboten.

 

Checkliste: Was muss beim Verbrennen zwingend beachtet werden?

• Es befinden sich keine Wirbeltiere im Abfall.

• Das Verbrennen findet auf dem Grundstück statt, auf welchem der Abfall anfällt.

• Das Grundstück liegt im Außenbereich nach § 35 Baugesetzbuch.

• Mitmenschen werden durch den Geruch der Verbrennung nicht belästigt.

• Die Abfälle sind trocken, sodass sie unter geringer Rauchentwicklung

  verbrennen.

• Durch die Rauchentwicklung entstehen keine Verkehrsbehinderungen, keine

  Belästigungen und kein gefahrbringender Funkenflug.

• Die Abfälle sind möglichst zu einem Haufen zusammengefasst.

• Es weht kein starker Wind.

• Es ist nicht dunkel.

• Ein Randstreifen ist gepflügt, sodass das Feuer unter Kontrolle gehalten werden kann

• Die erforderlichen Abstände zum Grundstücksnachbar und anderen gefährdeten

  Objekten sind eingehalten:

• Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sind mindestens 100 m entfernt

• Gebäude und Bäume befinden sich mindestens 50 m entfernt.

• Das Feuer und die Glut werden beim Verlassen des Grundstückes gelöscht.

• Die Verbrennungsrückstände werden sobald wie möglich in den Boden eingearbeitet.

Und nun?

Konnten Sie alle Punkte der Checkliste erfüllen und treffen die Voraussetzungen für das Verbrennen pflanzlicher Abfälle auf Sie zu? Dann haben wir noch folgende wichtige Hinweise für Sie:

 

Das Verbrennen von großen Mengen pflanzlicher Abfälle (beispielsweise Oster- oder Sonnwendfeuer) ist der Ortspolizeibehörde vorher anzuzeigen. Folgende Angaben sind dabei erforderlich:

·         Verbrennungsort

·         Verbrennungstag

·         Uhrzeit

·         Ansprechpartner

Die Rettungsleitstelle Schwäbisch Hall ist nicht zuständig und auch nicht befugt, solche Anzeigen anzunehmen.

Wir weisen darauf hin, dass beim Ausrücken der Feuerwehr der Brandverursacher die Kosten zu tragen hat, auch wenn die Anzeige ordnungsgemäß erfolgt ist. Das Landratsamt als untere Abfallrechtsbehörde erteilt daher auch keine Ausnahmen vom Verbrennungsverbot. Es unterliegt vielmehr der Beurteilung des Beseitigungspflichtigen, ob die im Merkblatt genannten Ausnahmemöglichkeiten vorliegen.

Wer gegen obige Vorgaben verstößt, handelt ordnungswidrig und riskiert ein empfindliches Bußgeld. Wer gar andere, nicht für eine Verbrennung zugelassene Abfälle, zum Beispiel Plastikabfälle, Sperrmüll oder Altholz im Garten oder im heimischen Ofen verbrennt, begeht unter Umständen sogar eine Straftat und muss mit einer Verurteilung im Strafverfahren rechnen.

Als Alternative zur Verbrennung bietet das Landratsamt die Entsorgung des Grüngutes über die Häckselplätze des Landratsamtes.

Öffnungszeiten über die Homepage des Landratsamtes:

https://www.lrasha.de/de/buergerservice/abfallwirtschaft/entsorgungsanlagen/baum-und-strauchschnittsammelplaetze/

 

oder bei größeren Mengen Restholz aus dem Wald die energetische Entsorgung durch Hacken in Abstimmung mit dem örtlichen Revierförster.

Nähere Auskünfte zur Abfallverwertung erhalten Sie bei der Abfallrechtsbehörde im Landratsamt Schwäbisch Hall: E-Mail: Abfallrechtsbehoerde@LRASHA.de

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