Amtliche Bekanntmachungen

FNP-Änderungen Nr. A-2019-2F „Erweiterung Kläranlage“ in Crailsheim, Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss, öffentliche Auslegung | 18.06.2020

Der Gemeinsame Ausschuss der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim (VVG) hat in seiner öffentlichen Sitzung am 04.03.2020 den Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss der Flächennutzungsplanänderung Nr. A-2019-2F (Plandatum 12.12.2019) gefasst und beschlossen, die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) durchzuführen. Der Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss wird gemäß § 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich bekannt gemacht. Der Änderungsbereich wird wie folgt kurz umschrieben:

Ziele, Zwecke und Lage der Planung:

Bei der Planung wird das Grundstück mit der Flurstücksnummer 3877 Gemarkung und Flur Crailsheim überplant. Die betreffende Fläche ist im rechtskräftigen FNP als landwirtschaftliche Fläche dargestellt. Sie schließt sich direkt an das bestehende Klärwerk an und wird über den Steinbruchweg erschlossen.

Die FNP-Änderung und das zugehörige Bebauungsplanverfahren ermöglichen die Erweiterung des bestehenden Klärwerks um eine solare Klärschlammtrocknung und Flächen für die Zwischenlagerung von ausgefaultem Klärschlamm. Die Umsetzung soll nach Abschluss der aktuell laufenden Baumaßnahmen an der Kläranlage beginnen.

Zur FNP-Änderung liegen noch keine wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen vor.

Folgende wesentliche umweltbezogene Stellungnahmen sind zum Bebauungsplan Nr. A-2019-2B vorhanden und liegen mit dem Behandlungsergebnis aus:

·         Regierungspräsidium Stuttgart – Raumordnung – Stellungnahme vom 27.08.2019 mit Aussagen zu Regionalen Grünzügen.

·         Regierungspräsidium Freiburg – Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau – Stellungnahme vom 26.08.2019 mit Hinweisen zu Geotechnik bezüglich Gesteine des Oberen Muschelkalks und des Unterkeupers, holozänem Auenlehm und holozänen Abschwemmmassen sowie oberflächennahmen Schwinden und Quellen und Verkarstungserscheinungen.

·         Regionalverband Heilbronn-Franken, Stellungnahme vom 21.08.2019, mit Hinweisen zum Regionalen Grünzug.

·         Landratsamt Schwäbisch Hall – Bau- und Umweltamt – äußert sich mit Stellungnahme vom 30.08.2019 zu den Belangen der Unteren Wasserbehörde mit Hinweisen zum Oberflächengewässer im Bereich des Extremhochwassers. Weiter ergehen Hinweise zu den Belangen der Unteren Landwirtschaftsbehörde bezüglich der Zerstörung eines bestehenden Feldwegs, zum Verlust der landwirtschaftlichen Nutzfläche, naturschutzrechtlichen Ausleichs- und Kompensationsmaßnahmen und wertvollen Kleinbiotopen und Saumstrukturen wie Trockenmauern.

 

 

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

Umweltbericht vom 03.02.2020 mit einer Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter Tiere, Pflanzen, Fläche und Boden, Wasser, Luft und Klima, Wechselwirkungen, Landschaft, Natura 2000-, Schutzgebiete, Mensch und Gesundheit, Kultur- und Sachgüter, Emissionen und Erneuerbare Energien. Des Weiteren enthält der Umweltbericht eine Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung und zeigt Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich festgestellter erheblicher Umweltauswirkungen in Bau- und Betriebsphase auf. Es wird eine Alternativprüfung vorgenommen und auf die Auswirkungen bei schweren Unfällen oder Katastrophen eingegangen.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Nr. A-2019-2B „Erweiterung Kläranlage“ sind bereits folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar:

·         Umweltbericht vom 03.02.2020 mit Aussagen zu Tieren und Pflanzen in Bezug auf Offenlandbrüter oder sonstige geschützte Arten und zu Fortpflanzungsstätten der Artengruppe der Vögel und zu Biotoptypen. Mit Aussagen zu Fläche und Boden in Bezug auf die natürliche Bodenfruchtbarkeit, die Funktion als Ausgleichskörper im Wasserkreislauf, Filter und Pufferwirkungen für Schadstoffe sowie Standort für die natürliche Vegetation. Mit Aussagen zum Schutzgut Wasser mit der Funktion von Oberflächengewässern, als Grundwasserdargebot und die Grundwasserneubildung. Mit Aussagen zu Klima/Luft in Bezug auf bioklimatische Funktionen und Immissionsschutzfunktionen des Plangebietes. Mit Aussagen zum Landschaftsbild. Mit Aussagen zu Natura 2000-, Schutzgebiete. Mit Aussagen zu Mensch, Gesundheit in Bezug auf die Aspekte Wohnumfeld/Erholung, Gesundheit, Wohlbefinden. Mit Aussagen zu Kultur- und Sachgüter. Mit Aussagen zu Emissionen, Erneuerbare Energien und einer Prognose der Entwicklung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung sowie einer Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung, auch auf die vorgenannten Schutzgüter. Dargestellt werden außerdem Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich festgestellter erheblicher Umweltauswirkungen in Bau- und Betriebsphase.

·         Naturschutzfachliche Angaben zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) vom 30.07.2019 zur Untersuchung der Feldlerche und andere bodenbrütende Vogelarten im Plangebiet und in einem ca. 120m breiten Puffer im angrenzenden Offenland.

·         Relevanzprüfung zum Umfang der artenschutzrechtlichen Untersuchungen zur geplanten Erweiterung der Kläranlage westlich der Heldenmühle vom 25.10.2018 zur tierökologischen Untersuchung mit Begutachtung, welche nach dem Artenschutzrecht relevanten Arten bzw. Artengruppen innerhalb des Plangebiets und der näheren Umgebung potenziell vorkommen können und in welchem Umfang diese in einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) zu untersuchen sind.

Öffentlichkeitsbeteiligung:

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung werden die Planunterlagen in der Zeit vom 29.06.2020 bis einschließlich 30.07.2020, je einschließlich während der Dienststunden bei der Stadtverwaltung Crailsheim, Ressort Stadtentwicklung, Foyer Neubau, 1. Stock, Marktplatz 1, 74564 Crailsheim und in den Rathäusern der Gemeinden Frankenhardt (Rathaus Gründelhardt), Satteldorf (Satteldorfer Hauptstraße 50) und Stimpfach (Kirchstraße 22) zu jedermanns Einsicht öffentlich ausgelegt.

Im gleichen Zeitraum können die Unterlagen auch im Internet unter "www.crailsheim.de/bauleitplanverfahren" und über das zentrale Internetportal des Landes unter https://www.uvp-verbund.de/kartendienste eingesehen werden.

Während der Auslegung können Anregungen schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird dabei gebeten, die volle Anschrift und betroffene Grundstücke anzugeben, da das Ergebnis der Behandlung der Stellungnahme mitgeteilt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen gemäß § 3 Abs. 2 und § 4a Abs. 6 BauGB bei der Beschlussfassung unberücksichtigt bleiben können. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Es wird ferner darauf hingewiesen, dass zur Bearbeitung des Anliegens bei Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern personenbezogene Daten wie Vor- und Familienname sowie Anschrift (ggf. auch E-Mail und Telefonnummer, sofern angegeben) und die vorgebrachten Informationen auf Grundlage von § 4 Landesdatenschutzgesetz gespeichert werden. Die vorgebrachten Informationen werden dem Gemeinderat anonymisiert zur Entscheidungsfindung vorgelegt.

Crailsheim, 10.06.2020

für die VVG Crailsheim

Jörg Steuler, Bürgermeister

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