Sitzungsbericht

Bericht aus der Gemeinderatsitzung am 14.04.2014

Sammelkläranlage Neidenfels – Prozessleit- und Automatisierungstechnik

Zu diesem ersten Beratungspunkt traf sich der Gemeinderat vor Ort auf der Sammelkläranlage in Neidenfels. Dort informierten Bürgermeister Kurt Wackler und Dipl.-Ingenieur Johann Flohr vom beauftragten Büro Weber-Ingenieure zunächst über die abgeschlossene Maßnahme zur Errichtung der Phosphatfällung. Anschließend wurde der Zustand der derzeitigen Prozessleit- und Automatisierungstechnik vorgestellt. Diese entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und ist daher dringend zu erneuern. Aufgrund des Alters der Anlage sind Ersatzbeschaffungen und Reparaturen nicht mehr bzw. nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Elementarer Bestandteil der Erneuerung sind die speicherprogrammierbaren Steuerungen der einzelnen Anlagen, welche zur Steuerung und Regelung verwendet und auf digitaler Basis programmiert werden. Zu erneuern sind unter anderem die Steuerungen für die biologische Klärung sowie die Steuerung im Betriebsgebäude. Die Steuerung für die Schlammentwässerung ist zu erweitern und die Steuerung für die Rechenanlage und die Phosphorelimination sollen eingebunden werden. Zusätzlich sollen verschiedene messtechnische Einrichtungen installiert werden, um die Betriebssicherheit zu erhöhen und Betriebskosten einzusparen. Hierzu zählen die Installation einer Ammoniumsonde, welche eine flexiblere Steuerung der Belüftung anhand der Messergebnisse ermöglicht und eine Schlammspiegelmessung im Nachklärbecken, welche als Frühwarnsystem dient. Zu Erhöhung der Betriebssicherheit ist die Installation einer Gaswarnleuchte im Rechengebäude angezeigt, ebenso wie Ergänzungen im Bereich des Blitzschutzes und Potentialausgleichs. Die Erneuerung des Prozessleitsystems mit Hard- und Software ist ebenfalls Bestandteil der Gesamtmaßnahme. Hierzu werden zwei PC-Arbeitsplätze installiert. Ein Ersatzgebläse ist ebenso zu beschaffen wie ein Zerkleinerer für die Schlamment-wässerung. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich laut einer Kostenberechnung des Ingenieurbüros Weber auf etwa 273.000 €. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, die Ausschreibung der Maßnahme vorzubereiten und vorzunehmen.

Änderungsplanung Neubau Feuerwehrmagazin Ellrichshausen

Anfang des Jahres war mit der Baumaßnahme zum Neubau des Feuerwehrmagazins in Ellrichshausen begonnen worden. Der Zwischenbau der bestehenden Altgebäude wurde abgebrochen. Der Untergrund im Bereich des neuen Gebäudes hat sich als sehr instabil erwiesen. Im Bereich des Fundamentaushubes war festgestellt worden, dass kein tragfähiger Grund vorhanden ist. Nach Hinzuziehung von Statiker und Geologe wurde festgestellt, dass Tiefenfundamente in Form einer so genannten Brunnengründung erforderlich werden. Diese notwendigen Tiefengründungen wurden mittlerweile ausgeführt, der Mehraufwand liegt insgesamt bei 28.000 € und somit etwas unter dem angenommenen Betrag, wie Bürgermeister Kurt Wackler den Gemeinderat berichtete.

Das nördliche, ursprünglich zum Erhalt vorgesehene Scheunengebäude war geöffnet worden und konnte dadurch genau untersucht werden. Insbesondere sind keine Fundamente vorhanden, auch die Traglastkonstruktion ist nicht optimal. Die Fundamentierung des Gebäudes müsste ebenso wie die gesamte Südfront und Teile der beiden Giebel komplett erneuert werden. Aufgrund dieser Situationen, die vorher nicht zu erkennen waren, beschäftigte sich der Ortschaftsrat Ellrichshausen mit einer Umplanung. Der Ortschaftsrat hatte festgelegt, dass das Gebäude abgebrochen wird und stattdessen ein kleineres Gebäude für den Umkleidebereich sowie ein Büro mit Aufenthaltsraum für die Feuerwehr geplant wird. Dieses Gebäude ist etwas weiter von der Straße zurückgesetzt, was der Übersichtlichkeit des Verkehrs in diesem Bereich zugutekommt. Außerdem kann dieses neue Gebäude rechtwinklig an die Fahrzeughalle angegliedert werden, sodass die Ein- bzw. Ausfahrt optimiert werden kann. Die Grenzbebauung wurde mit den Nachbarn abgestimmt und diese haben dankenswerterweise ihre Zustimmung zur Übernahme der notwendigen Baulast gegeben, wie Bürgermeister Kurt Wackler informierte.

Die Mehrkosten für das neue Gebäude liegen bei 86.000 €, im Gegenzug entfallen die ursprünglich zur Sanierung des Altgebäudes vorgesehenen Mittel in Höhe von mindestens 25.000 €. Der Gemeinderat nahm die vom Ortschaftsrat Ellrichshausen beschlossene Neuplanung zustimmend zur Kenntnis und ermächtigte die Verwaltung, den Bauantrag auf dieser Grundlage neu einzureichen und das Altgebäude abzubrechen.

Wohnumfeldmaßnahme Helmshofen und Unterer Kochbuck Gröningen

In Helmshofen steht die Sanierung des Ende der 50er Jahre gebauten Kanals und der Ausbau der Ortsstraßen an, wie Bürgermeister Kurt Wackler informierte. Vor ein paar Jahren wurde bereits die Wasserleitung im Ortsetter komplett erneuert. Größtenteils können die im Rahmen der Kanalbefahrung festgestellten Schäden im Inlinerverfahren saniert werden, nur in einem kleinen Teilbereich ist die Erneuerung in offener Bauweise erforderlich. Auch die Straße ist zu sanieren, nachdem sie seinerzeit lediglich mit einer Asphaltspritzdecke versehen wurde. Für den Ausbau der Ortsstraßen ist die Beantragung eines Zuschusses im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR)für das Programmjahr 2015 vorgesehen. Deshalb soll zunächst in diesem Jahr nur die Kanalsanierung angegangen werden. Zusätzlich sollen im diesen Zuge auch noch schadhafte Kanalstellen in der Gronachstraße, der Schloßstraße und im Unteren Kochbuck im Inlinerverfahren saniert werden. Die reinen Baukosten der Kanalsanierung in Helmshofen belaufen sich auf rund 149.000 €, für die Kanalsanierung in Gröningen auf 76.000 €. Bei Baunebenkosten für beide Projekte von 30.000 € liegen die Gesamtkosten bei rund 255.000 €. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung der Kanalsanierung in zwei Losen (Kanaltiefbauarbeiten und Kanalinnensanierung). Des Weiteren wurde der Auftrag zum Vorbereiten und Einreichen eines Zuschussantrags im Rahmen des ELR für den Ausbau der Ortsstraßen in Helmshofen erteilt.

Neubau Wasserkraftschnecke und Fischaufstiegsanlage in Neidenfels

Der Eigentümer der Neidenfelser Mühle plant die Modernisierung der Wasserkraftanlage in Neidenfels durch den Neubau einer Wasserkraftschnecke am bestehenden Wehr und einer Fischaufstiegsanlage. Die Gemeinde wurde vom Landratsamt als Wasserrechtsbehörde um Stellungnahme gebeten. Bürgermeister Kurt Wackler stellte dem Gemeinderat die Planung vor. Bedenken wurden nicht erhoben und dem geplanten Neubau der Wasserkraftschnecke mit Fischaufstiegsanlage zugestimmt.

Baugesuche und Bauvoranfragen

Der Gemeinderat stimmte grundsätzlich einem Bebauungskonzept mit vier Wohngebäuden auf Flurstück 2162, Prof.-Zenneck-Weg, Satteldorf, zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, im Gespräch mit dem Investor bzw. Planer das Bebauungskonzept weiter zu entwickeln.

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