Sitzungsbericht

Bericht aus der Gemeinderatsitzung vom 06. Juni 2016

Ganztagesschulbetrieb – Raumkonzept

Die Ganztagesbetreuungsangebote bzw. die Mittagesbetreuung in der Grundschule Satteldorf werden gut angenommen. Die bisherigen genutzten Räumlichkeiten in der Schulküche für die Mittagsversorgung sowie das Raumangebot für die anschließende Betreuung reichen nicht mehr aus, informierte Bürgermeister Kurt Wackler den Gemeinderat. Vor Ort machte sich der Gemeinderat ein Bild über die derzeitige Raumsituation ebenso wie über die in Frage kommenden Möglichkeiten, dieses Raumproblem zu lösen. 

Für das kommende Schuljahr 2016/2017 hatte die Grundschule Satteldorf bzw. die Gemeinde Satteldorf als Träger einen Antrag zur Einführung des Ganztagesbetriebes gestellt. Die sachlichen Bedingungen wie das pädagogische Konzept oder die notwendige Schülerzahl wurden alle erfüllt, dem Antrag wurde trotzdem nicht stattgegeben. Bedingt durch den Schulleiterwechsel an der Grundschule Satteldorf waren die Anträge zu einem späten Zeitpunkt eingereicht worden. Trotz positiver Aussagen bzw. Signale im Vorfeld durch das staatliche Schulamt wurde nun einzig aus diesem formalen Grund heraus der Antrag für das kommende Schuljahr nicht bewilligt, wie Bürgermeister Kurt Wackler bedauernd feststellte.

Die derzeitige Mittagsbetreuung wird aktuell bereits sehr gut genutzt, wie Konrektorin Jana Fee Schirmer berichtete. Knapp 20 Kinder sind es auch an den schwächer besuchten Schultagen, Dienstag und Donnerstag werden durch die AG-Angebote am besten genutzt und bis zu 30 Kinder werden mittags verköstigt. Für das Ganztagesangebot an den drei Tagen Dienstag bis Donnerstag für das kommende Schuljahr sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt 33 Kinder angemeldet. Weitere Anmeldungen sind zu erwarten.

Aufgrund des zu erwartenden Bedarfs und der guten Nachfrage ergibt sich für die Mittagsversorgung ein Flächenbedarf von 120 m² bis 130 m², wie Bürgermeister Kurt Wackler berichtete. Verschiedene Varianten waren untersucht und betrachtet worden. Im ehemaligen Lehrerwohnhaus steht für die Mittagsbetreuung im Erdgeschoss zu wenig Fläche zur Verfügung. Eine Betreuung im Obergeschoss im Rahmen des Ganztagesbetriebs ist auch unter dem Gesichtspunkt Barrierefreiheit kritisch zu sehen. Die Aufwendungen in dem denkmalgeschützten Gebäude wären unverhältnismäßig hoch. Daher wurde von der Nutzung des ehemaligen Lehrerwohnhauses für diesen Zweck Abstand genommen und die Möglichkeit eines Anbaus im Bereich der Schule untersucht. Ein Anbau südlich des mittleren Schulgebäudeteils würde zum einen die derzeit sehr positive Wirkung und Nutzungsmöglichkeiten des Schulinnenhofes beeinträchtigen. Auch würde diese Lösung eine nachteilige starke Verschattung des Mittelteils mit Lehrerzimmer und Sekretariatsbereich bedeuten. Auch der Bereich südlich des Schulgebäudes zum Kindergarten Barenhalder Straße hin ist nicht optimal, da hier erhebliche Erdbewegungen bzw. -arbeiten notwendig wären. Als geeignetster Standort wurde ein Anbau im Bereich des Mittelteils nach Norden in den Schulhof Richtung Barenhalder Straße angesehen. Sowohl gestalterisch aber auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde dieser Standort positiv bewertet. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, auf dieser Grundlage eine Entwurfsplanung für einen Anbau nördlich des Mittelteils des Schulgebäudes in den dortigen Schulhof hin anzugehen.

Erweiterung Baugebiet Winterwiesen II

Im Baugebiet Winterwiesen II in Gröningen stehen derzeit nur noch drei Einfamilienhausbauplätze zur freien Verfügung. Nach wie vor herrscht eine hohe Nachfrage nach Bauplätzen, derzeit wird eine Veräußerung nur an Einheimische vorgenommen. Die weitere Erschließung von Bauplätzen im Baugebiet Winterwiesen II ist daher erforderlich. Dadurch stehen zehn weitere Baugrundstücke dann zur Verfügung. Die voraussichtlichen Erschließungskosten liegen bei ca. 280.000 €. Inbegriffen sind dabei die Kosten des Straßenendausbaus wie auch die Kosten der Hausanschlüsse für Wasser und Kanal. Im Haushaltsplan 2016 stehen für die weitere Erschließung des Baugebiets die notwendigen Mittel zur Verfügung. Der Gemeinderat legte daher auf Vorschlag der Verwaltung den östlichen Bereich des Gesamtbaugebiets als zweiten Erschließungsabschnitt des Baugebiets „Winterwiesen II“ fest. Die Ausschreibung der Tief-, Rohrverlegungs- und Straßenbauarbeiten soll vorbereitet und zeitnah ausgeschrieben werden.

Wasserversorgung Gröningen

Anfang April diesen Jahres kam es zu einem Wasserrohrbruch auf der Zuleitung zum Wasserturm in Gröningen auf Höhe der Treppenanlage am Eichelberg. Aufgrund dieses Rohrbruchs drohte der Wasserturm vollständig entleert zu werden, womit die Versorgung mit Frischwasser im Versorgungsbereich Gröningen nicht mehr gewährleistet hätte werden können. Dieses Szenario konnte jedoch dank des vorbildlichen und intensiven Einsatzes der Gemeindearbeiter verhindert werden. Um künftig einem derartigen Vorfall vorbeugen zu können, hat der Zweckverband Nord-Ost-Wasserversorgung NOW im Auftrag der Gemeindeverwaltung verschiedene Varianten zur Verbesserung bzw. Sicherung der Wasserversorgung in Gröningen erarbeitet. Variante eins war dabei die Verlegung einer Zuleitung mit 40 m Länge vom Schacht der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe zum Wasserturm Gröningen. Die reinen Investitionskosten würden sich bei dieser Variante auf 27.000 € belaufen, allerdings würde dann noch eine Gebühr für das Durchleiten des Trinkwassers anfallen. Bei der Variante zwei würde die bestehende Leitung auf eine Länge von ca. 260 m im Inliner-Verfahren saniert. Zur Versorgungssicherung bei Spitzenbedarf wäre eine Einspeisung von Wasser der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe noch notwendig. Die dritte Variante wäre der Neubau einer Zuleitung auf der Trasse der bereits bestehenden Zuleitung. Problematisch wäre dabei, dass die Treppenanlage komplett abgebaut werden müsste und etwaige Leitungen anderer Versorger gesichert werden müssten. Die vierte Variante wäre die Verbindung des Ortsnetzes Gröningen über den Eurorastpark mit dem Ortsnetz Satteldorf. Hierbei würde eine Verbindungsleitung von der K 2659 bis zur Marco-Polo-Straße erstellt werden. Die Investitionskosten steigen dabei von der Variante eins (27.000 €) bis zur Variante vier mit insgesamt 137.500 €. Mit Blick auf die Zweckmäßigkeit und die Wirtschaftlichkeit wurde eine Kombination bzw. Abwandlung der Varianten zwei und drei zur weiteren Überprüfung bzw. Aufarbeitung festgelegt. Parallel zur bestehenden Zuleitung soll eine neue Leitung verlegt werden. Zusätzlich wäre die Einspeisung von Wasser der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe notwendig, um die Versorgungssicherheit bei Spitzenbedarf oder Störfällen zu gewährleisten. Die Investitionskosten für diese Lösung liegen bei 94.000 €. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung bzw. den Zweckverband NOW, diese Kombination aus Variante zwei und drei weiter voranzutreiben sowie die öffentliche Ausschreibung der Maßnahme vorzunehmen.

Erweiterung und Modernisierung der Aussegnungshalle Satteldorf

Die Lieferung von Natursteinwerk für die zu fertigenden Mauerwerke und Bodenbeläge für den Innen- und Außenbereich der Aussegnungshalle wurde vom beauftragten Architekturbüro Burk im Auftrag der Gemeinde beschränkt ausgeschrieben. Es gingen insgesamt drei Angebote ein. Mit Blick auf den relativ engen Bauzeitenplan war ein Aufschub der Vergabe ohne Verzögerung des weiteren Bauablaufs leider nicht möglich. Daher war es erforderlich, eine Eilentscheidung zu treffen und den günstigsten Bieter, die Firma Schön + Hippelein aus Satteldorf, zum Angebotspreis von 28.053,85 € zu beauftragen. Der Gemeinderat nahm die Bekanntgabe der Eilentscheidung zustimmend zur Kenntnis.

Sanierungsarbeiten Allwetterspielfeld an der Sport- und Festhalle Satteldorf

Das Spielfeld auf dem Allwetterplatz in Satteldorf ist nach über 20 Jahren Benutzung von Alterserscheinungen geprägt. Die Sanierung ist dringend erforderlich. Auch zwei Fallschutzflächen im Freibad sowie im Kindergarten Barenhalder Straße sind nach langer Zeit abgenutzt und müssen ausgetauscht werden. Bei zwei Fachfirmen war jeweils ein Angebot zur Ausbesserung eingeholt worden. Den Auftrag für die Arbeiten erhielt die Firma Polytrack aus München zum Angebotspreis von 16.279,20 €.

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