Historie

Geschichte der heutigen Gemeinde
- 1970
06.10.1970 Zusammenschluss ja oder nein?
Gemeinderäte Satteldorf und Gröningen verhandeln.
Ellrichshausen wartet ab.30.10.1970 Bürgermeister Hermann Hommel zieht mit seiner Verwaltung ins neue Rathaus Satteldorf.
05.12.1971 Gröningen nach Satteldorf? Gröningen stimmt dagegen.
02.02.1972 Innenministerium will den Zusammenschluss von Satteldorf, Ellrichshausen und Gröningen.
23.02.1972 Zusammen in die Zukunft?
Die Gemeinderäte Ellrichshausen, Gröningen und Satteldorf sagen ja.11.03.1972 Bürgerversammlung:
Satteldorf gegen Anschluss an Crailsheim.01.01.1973 Kreisreform. Die damals noch selbstständigen Gemeinden Ellrichshausen, Gröningen und Satteldorf gehören ab sofort zum neuen Landkreis Schwäbisch Hall.
04.08.1973 Eröffnung neues Freibad in Satteldorf.
- 1974
01.01.1974 Ellrichshausen, Gröningen und Satteldorf fusionieren zu der neuen Gemeinde Satteldorf.
10.03.1974 Hermann Hommel wird zum Bürgermeister der neuen Gemeinde Satteldorf gewählt.
01.01.1975 Beuerlbach verlässt Satteldorf und gehört künftig zu Crailsheim.
25.07.1977 Erster Probelauf der Sammelkläranlage klappt.
30.10.1979 Das Industriegebiet an der Autobahn wird genehmigt – gegen den Widerstand aus Crailsheim
02.11.1979 Bebauungsplan „Industriegebiet Satteldorf“ rechtskräftig geworden.
17.07.1981 Neue Sportanlage am Kernmühlenweg eingeweiht.
25.09.1982 Wasser Marsch im neuen Wahrzeichen Satteldorfs, dem Wasserturm am Sattelbuck.
26.03.1982 Bürgermeister Hermann Hommel wird anlässlich seiner Verabschiedung am 26. März 1982 aufgrund seiner großen Verdienste um die Gemeinde zum Ehrenbürger Satteldorfs ernannt.
28.03.1982 Walter Ströbel wird Bürgermeister.
16.09.1983 Die Umfahrung auf der B 290 entlastet ab sofort die Ortsdurchfahrt Satteldorf.
Die Ortsumgehung Gröningen ist bereits seit 1981 eröffnet.27.03.1992 Einweihung Sport- und Festhalle Satteldorf.
15.10.1994 Einweihung und Tag der offenen Tür des umgebauten und erweiterten Rathauses.
05.07.1997 Der Bauhof wird eingeweiht.
15.09.1997 Nach den Sommerferien wird die sanierte und vergrößerte Grund und Hauptschule Satteldorf bezogen.
27.03.1998 Kurt Wackler wird Bürgermeister.
18.02.2003 Unternehmer Ernst Hippelein wird aufgrund seiner vielfältigen und jahrzehntelangen Leistungen zum Ehrenbürger ernannt.
04.10.2004 Kinder beziehen den Kindergarten „Am Dorfplatz“, die heutige Krippe.
19.06.2010 Zentrales Feuerwehrmagazin für Gröningen und Satteldorf neu gebaut.
15.07.2013 Kinder beziehen den Kindergarten „Obere Gasse“.
06.06.2015 Feuerwehrmagazin Ellrichshausen neu gebaut.
02.07.2017 Aussegnungshalle auf dem Friedhof Satteldorf modernisiert.
01.07.2018 Bürgerentscheid zum Steinbruch Bölgental.
26.10.2018 Die Mensa der Grundschule Satteldorf wird eingeweiht.
01.04.2022 Thomas Haas wird Bürgermeister.
16.10.2022 Kindergarten Gröningen eingeweiht.
2024 Gemeindejubiläum: 50 Jahre Satteldorf
Ellrichshausen
Der Ortsname Ellrichshausen liegt wohl in einer Sage über den Heiligen Ulrich begründet. Dieser Sage zufolge soll dieser, der 973 als Bischof von Augsburg starb, auf seiner Reise zum Rhein auch in Ellrichshausen (Olrichshusen/Ulrichshusen) gerastet haben.
Urkundlich erwähnt wurde Ellrichshausen erstmals im Jahr 1240 mit dem von dort stammenden freiherrlichen Geschlecht von Ellrichshausen. Dieses Adelsgeschlecht hat seinen Sitz in Ellrichshausen längst verloren, man weiß auch nicht mit Sicherheit, wo deren Burg gestanden hat. Am Roten Berg oberhalb von Gersbach errichtete Freiherr Josef von Ellrichshausen seinem Geschlecht zum Andenken an deren 700-jähriges Bestehen im Jahr 1903 einen Gedenkstein. Im Jahr 2000 erwarb Reichsfreiherr Dr. Egon von Ellrichshausen das kleine Grundstück, auf welchem der Gedenkstein aufgestellt wurde. Damit wurde die Verbindung der in Österreich lebenden Familie zu ihrer alten Heimat erneuert.
Die jüngere Vergangenheit der Altgemeinde Ellrichshausen ist eng mit der unmittelbar am Ort verlaufenden Bahnstrecke (Crailsheim - Nürnberg) verbunden. Viele aus dem Ort hatten bei der Bahn ihre Arbeit und Auskommen. Der Bahnhof ist heute in Privatbesitz.
Zum Ortsteil Ellrichshausen gehören die Teilorte Birkelbach, Gersbach, Horschhausen, Rockhalden, Simonsberg, Volkershausen und Beeghof.
Gröningen
Der Ortsteil Gröningen ist der wohl älteste Teil der Gesamtgemeinde Satteldorf. Urkundlich erscheint er erstmals im 8. Jahrhundert, vermutlich wurde er bereits von den Alemannen gegründet. Die St. Kilian Kirche in Gröningen darf zu den ältesten Kirchen der Gegend gezählt werden. Das Gröninger Schloß, das unterhalb der Kirche steht, wurde zwischen 1611 und 1627 von Hans Philipp von Crailsheim erbaut und ging später an die Herren von Seckendorf über.
Heute befinden sich im Schloß eine Gaststätte mit Biergarten und Geschäftsräume. Diese Bereiche sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
In einer Ortschronik aus dem Jahr 1884 wird Gröningen als überragend im Bereich der Landwirtschaft und des Handwerks erwähnt: "Die Landwirtschaft wird mit allem Fleiß betrieben. Der Viehhandel ist bedeutend. Das Mastvieh geht nach Paris, Metz, Mannheim und Frankfurt."
Zum Ortsteil Gröningen gehören die Teilorte Bölgental, Bronnholzheim, Helmshofen, Schleehardshof, Triftshausen, Hammerschmiede und Kernmühle.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind neben dem Schloß und der St. Kilian Kirche die Anhäuser Mauer, der Heinzenmühlensteg, die Hammerschmiede und das alte Brauereigebäude der Familie Wacker mit Brauereigasthof im Ortskern von Gröningen.
Ein Heimatbuch über Gröningen wurde von einem ehrenamtlichen Arbeitskreis erstellt und Ende Juni 2002 der Öffentlichkeit präsentiert.
Satteldorf
Über die frühe Geschichte von Satteldorf ist wenig bekannt. Satteldorf - wohl benannt nach der sattelähnlichen Einsenkung zwischen dem hohen Jagstrand im Westen und den Hardbergen im Süden und Osten - gehörte wahrscheinlich anfangs zur Herrschaft Burleswagen-Neidenfels und teilte deren mannigfaltigen Besitzwechsel. Das hatte zur Folge, dass das Dorf bald in einer selbst für damalige Verhältnisse unerhörten Weise unter die verschiedensten Herrschaften geteilt war. 1607 waren neben einer Anzahl von brandenburg-ansbachischer und einem hohenlohischen Hofgut, 11 den Herren von Wolmershausen und 19 den Fürsten von Dornheim zugehörig.
Die gewerbliche und industrielle Entwicklung erlangte schon um die letzte Jahrhundertwende aufgrund der Rohstoffvorkommen (Muschelkalk und Gips) nennenswerte Bedeutung. Die hohe Qualität des abgebauten Muschelkalks war schnell bekannt und fand bereits beim Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs (1914 bis 1926) wie auch beim Bau des Glockenturms im Berliner Olympiastadion (1936) Verwendung. Zum Ortsteil Satteldorf gehören die Teilorte Auhof, Barenhalden, Schummhof, Burleswagen, Heldenmühle, Neidenfels, Neumühle, Sattelhaus und Sattelweiler.













