Im Crailsheimer Rathaus ist diese Woche ein weiterer Schritt in Richtung verlässlicher Ferienbetreuung für Grundschulkinder gemacht worden: Die Gemeinde Satteldorf und die Stadt Crailsheim haben ihre interkommunale Zusammenarbeit offiziell besiegelt. Bei der Unterzeichnung der entsprechenden Verträge betonten Satteldorfs Bürgermeister Thomas Haas und Crailsheims Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer die bislang durchweg positive Kooperation. Die Gemeinderäte beider Kommunen haben bereits zugestimmt.
Bürgermeister Haas hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit Crailsheim „reibungslos und stets im Sinne beider Gemeinden“ verläuft. Auch aus Crailsheim wurde dieser Eindruck bestätigt: Die partnerschaftliche Abstimmung ermögliche es, Ressourcen effizient zu bündeln und ein qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot auf die Beine zu stellen.
Hintergrund der Vereinbarung ist der ab dem 1. August 2026 bundesweit geltende Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder. Um diesen Anspruch auch während der Schulferien zu erfüllen, haben beide Kommunen ein gemeinsames Modell entwickelt. Erarbeitet und vorbereitet wurde dieses zu großen Teilen von Johanna Magg, fachliche Leitung Schule und Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Satteldorf und Christina Zauner, Sachgebiet Schulverwaltung der Stadt Crailsheim. Beide erhielten ein explizites Lob für ihre Arbeit – insbesondere, weil viele offene Fragen in Bezug auf die Ganztagsbetreuung vonseiten des Landes lange Zeit unbeantwortet blieben.
Die Ferienbetreuung startet ab den Herbstferien 2026. Insgesamt sollen zehn Betreuungswochen pro Schuljahr angeboten werden, die gleichmäßig auf beide Kommunen verteilt sind. Die Umsetzung erfolgt im Wechsel: In Satteldorf wird die Betreuung an der Grundschule stattfinden, in Crailsheim an der Grundschule Roßfeld.
Als externer Träger wurde die AWO ausgewählt. Sie übernimmt die pädagogische Ausgestaltung und stellt qualifiziertes Personal. Die Elternbeiträge werden in beiden Kommunen einheitlich geregelt und sollen rund 70 Prozent der Kosten decken; den verbleibenden Anteil tragen die Kommunen. „Mit diesem Modell unterstreicht die Gemeinde Satteldorf ihren Anspruch, Familien verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote zu machen und zugleich den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden“, so Bürgermeister Thomas Haas.
